LATHEN - LATHEN - Der Untersuchungsausschuss des niedersächsischen Landtages zum Transrapid-Unglück vom 22. September 2006 hat neue Zweifel an der Sicherheit der Teststrecke für die Magnetschwebebahn in Lathen (Kreis Emsland) geäußert. Nach einem Ortstermin in der Lathener Versuchsanlage äußerten Ausschussmitglieder Bedenken, was unterschiedliche Funk- und andere Kommunikationssysteme, die Ausstattung in der Leitzentrale sowie die technische Überwachung betrifft.
Der Ausschuss war am Mittwoch nach Lathen gereist, um sich erstmals vor Ort ein Bild zu machen. Dabei besichtigten die Landtagsabgeordneten auch die Unglücksstelle, an der vor vier Monaten 23 Menschen ums Leben gekommen waren. Am Nachmittag hörte der Ausschuss den ermittelnden Staatsanwalt aus Osnabrück hinter verschlossenen Türen als Zeugen.
Polizei und Staatsanwaltschaft gehen bisher von menschlichem Versagen als Ursache für das Unglück aus. Hinweise auf technische Fehler liegen offenbar nicht vor.
Niedersachsen, S.6
