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NWZonline.de Region

Wirft Puigdemont das Handtuch?

01.02.2018

Madrid /Barcelona Der katalanische Separatisten-Chef Carles Puigdemont hat in einer privaten Mitteilung das Ende der Unabhängigkeitsbewegung in der spanischen Konfliktregion eingeräumt. Die Zentralregierung in Madrid habe gewonnen, schrieb Puigdemont seinem Mitstreiter Toni Comín per Kurzmitteilungsdienst Signal. Die Zeilen wurden vom TV-Sender „Telecinco“ enthüllt. Ein Journalist habe unbemerkt das Display des Handys von Comín fotografiert, als er seine Mitteilungen gelesen habe.

Puigdemont blieb nichts anderes übrig, als die Echtheit der „abgefangenen“ Botschaften zu bestätigen. Der nach seiner Absetzung als katalanischer Regionalpräsident seit Ende Oktober in Belgien im Exil lebende 55-Jährige bestritt allerdings, dass er aufgibt. „Wir machen weiter!“, beteuerte er auf Twitter.

Nach dem Erfolg der Separatisten bei der Neuwahl im Dezember war Puigdemont vom katalanischen Parlamentspräsidenten Roger Torrent zum Kandidaten ernannt worden. Am Dienstag erlitt er aber einen schweren Rückschlag: Die Debatte im Regionalparlament in Barcelona über seine Wiederwahl wurde von Torrent auf Anordnung des Verfassungsgerichts in Madrid bis auf Weiteres vertagt. Die Richter hatten eine Wahl in Abwesenheit verboten.

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