• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 39 Minuten.

Corona-Liveblog für den Nordwesten
Teil-Lockdown wird bis Mitte Januar verlängert

NWZonline.de Region

Moorbrand: Messdaten werfen Fragen auf

10.10.2018

Meppen /Leer /Oldenburg Auch nach der Veröffentlichung von Messergebnissen durch die Bundeswehr hält die Kreisfeuerwehr Leer an ihrer grundsätzlichen Kritik am Vorgehen der Einsatzleitung fest. So habe die Bundeswehr den ABC-Messzug der Feuerwehr erst nach 15 Tagen zu dem Moorbrand bei Meppen hinzugerufen und dann auf die Warnungen der Experten nicht reagiert.

Auch die vom Landesgesundheitsamt und dem Landkreis Emden am Montag aufgestellte Behauptung, dass die Bevölkerung nicht gefährdet war, weil es im benachbarten Stavern nur „vereinzelte und kurzfristige Überschreitungen“ der Grenzwerte gegeben habe, wird durch durch die jetzt veröffentlichten Messergebnisse nicht gedeckt. Aus dem Protokoll geht vielmehr hervor, dass nach festgestellten Grenzwertüberschreitungen im Ort am Abend des 18. September zunächst keine weiteren Messungen stattfanden. „Man hätte manche Messungen deutlich häufiger durchführen müssen, sagt der Sprecher der Kreisfeuerwehr, Dominik Janßen, im Gespräch mit der NWZ. Die Entscheidung darüber habe aber bei der Einsatzleitung der Bundeswehr gelegen – und die habe entschieden, an diesem Tag auf weitere Messungen zu verzichten.

Die nun veröffentlichten Protokolle zeigen zudem, dass die Bundeswehr die Atemluft in den direkt ans Moor angrenzenden Ortschaften erst untersuchen ließ, als die Rauchwolke Oldenburg und Bremen erreichte. „Wir waren die ersten, die dort gemessen haben“, bestätigt die Kreisfeuerwehr Leer. Welcher Belastung die knapp 1000 Anwohner in Stavern tatsächlich ausgesetzt waren, kann daher wohl nie vollständig aufgeklärt werden.

Der FDP-Abgeordnete Jens Beeck aus Lingen hat angekündigt, zu dem Thema eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung zu stellen. Die Jusos Weser-Ems fordern zudem einen Untersuchungsausschuss. „Das Verteidigungsministerium gibt unzureichende Informationen oder sogar Falschinformationen. Das darf nicht ohne Konsequenzen bleiben“, erläutert der Bezirksvize Yannick Moormann.

Jörg Jung Redakteur / Regionalredaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2084
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.