MEPPEN/OLDENBURG -
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MEPPEN/OLDENBURG - Zwei Wochen nach der Transrapid-Katastrophe im Emsland, bei der 23 Menschen starben, ist die Sicherheit der Teststrecke erneut in die Kritik geraten. Niedersachsens Verkehrsminister Hirche (FDP) sagte, das Sicherheitskonzept der Strecke müsse auf den Prüfstand. Er wies Vorwürfe zurück, es habe Versäumnisse bei der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr bei der Betriebsgenehmigung gegeben.Die Grünen im Niedersächsischen Landtag wollen mit einer Anfrage klären, inwieweit auch „behördliches Versagen“ als Unglücksursache in Betracht komme.
Die Präsidentin der Landesstraßenbau-Behörde, Almuth Witthaus, wies die Vorwürfe der Grünen zurück. Die TÜV-Gutachter hätten stets einen sicheren Betrieb bestätigt.
Unterdessen hat am Freitag der von der Landesregierung eingesetzte Ombudsmann für die Hinterbliebenen und Opfer seine Arbeit aufgenommen. „Ich werde Ansprechpartner sein für alle, die etwas von mir wollen“, sagte Hartwin Kramer, früherer Präsident des Oberlandesgerichts Oldenburg, der NWZ . Er verwaltet außerdem das Spendenkonto in Höhe von 280 000 Euro. Kramer betonte, er werde zwar Hilfe vermitteln, aber keine Rechtsberatung übernehmen.
Die beiden Anwälte Michael Witti und Ed Fagan machten Siemens als Konzern für die Katastrophe verantwortlich. Sie hätten noch keine Mandanten, „aber es laufen Gespräche“, so Witti.
Niedersachsen, S.5
