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NWZonline.de Region

Einsatz In Meppen: Bundeswehr schießt wieder im Moor

11.12.2018

Meppen /Sögel Die Bundeswehr will den Einsatz von Schusswaffen auf der Wehrtechnischen Dienststelle (WTD) 91 bei Meppen wieder erlauben. Dies hat die Bundeswehr angrenzenden Kommunen und dem Landkreis Emsland bei einem Informationsabend mitgeteilt.

Auf dem Gelände war im September nach einem Raketentest ein Moorbrand ausgebrochen, der den Nordwesten Niedersachsens wochenlang in Atem hielt. Die Rauchwolke zog bis nach Oldenburg, Bremen und darüber hinaus. Im Emsland wurde sogar zeitweise der Katastrophenalarm ausgerufen. Freiwillige Feuerwehren und Technische Hilfswerke aus der ganzen Region halfen der Bundeswehr beim Löschen des Brandes. Die zunächst schlechte Informationspolitik der Bundeswehr sorgte damals für große Aufregung.

„Der Schießbetrieb mit kleinkalibrigen Waffen soll schrittweise ab Januar wieder aufgenommen werden“, sagte Günter Wigbers, Bürgermeister der Samtgemeinde Sögel, am Montag auf Nachfrage der NWZ. Alles stehe laut Bundeswehr unter dem Vorbehalt eines neuen Brandschutzkonzeptes, das noch ausgearbeitet werde. Wigbers sagte, dass das besser sein müsse als bisher. Wie das Konzept genau aussehen solle und wer es überprüfe, sei noch nicht bekannt.

Auch Reinhard Winter, Landrat im Emsland, bestätigte auf NWZ-Nachfrage, dass die Bundeswehr angekündigt habe, den Betrieb in mehreren Phasen zu starten. Die erste Phase sehe dabei ausschließlich interne Arbeiten im Laborbetrieb vor. Wann der vollständige Betrieb wieder aufgenommen werde, stehe laut Bundeswehr auch unter Vorbehalt der Zustimmung von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und könne zeitlich noch nicht exakt gesagt werden.

„Der Landkreis Emsland begrüßt die Wiederaufnahme des Betriebs auf der WTD in abgestuften Phasen“, sagte Winter. „Es muss dabei aber ausdrücklich sichergestellt sein, dass die erforderliche personelle und materielle Ausstattung für die Brandbekämpfung vorhanden ist.“ Zudem müsse das Ausmaß der Umweltschäden festgestellt und in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr ein Sanierungskonzept erarbeitet werden. „Das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die WTD ist beim Moorbrand auf die Probe gestellt worden“, betonte er und forderte: „Eine umfassende Aufarbeitung der Geschehnisse ist darum notwendig.“

Ellen Kranz Reporterin / Reportage-Redaktion
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