Münster - Im Auftrag der Kirche arbeiten fünf Historiker der Universität Münster die Missbrauchsfälle im Bistum auf. Vereinbart sei „maximale Unabhängigkeit“, sagte Studienleiter Prof. Dr. Thomas Großbölting. Die Forscher bekämen ein eigenes Büro im Bistumsarchiv, garantiert sei „uneingeschränkter Zugang zu dem Material“. Das gelte auch für das zum Bistum gehörende Offizialatsarchiv in Vechta.
Die Wissenschaftler sollen nicht nur den Umfang des sexuellen Missbrauchs erfassen. Beleuchtet werden soll auch die Verantwortung von Kirchenoberen, die Täter versetzt und Aufklärung verhindert hätten. „Wir werden Namen nennen“, kündigte Münsters Generalvikar Dr. Klaus Winterkamp an. Die Kirche unterstützt das Forschungsprojekt mit 1,3 Millionen Euro.
