Oldenburg - Oldenburg hat gewählt, aber noch keinen neuen Oberbürgermeister (OB). Jürgen Krogmann (SPD) gewann die Wahl deutlich mit 46,6 Prozent der Stimmen, verfehlte aber die 50-Prozent-Marke, die für den direkten Einzug ins Rathaus gesorgt hätte. Er wird sich am 12. Oktober in einer Stichwahl dem von der CDU nominierten Kandidaten Christoph Baak (parteilos) stellen, der 25 Prozent der Wähler hinter sich bringen konnte. Der Sieger tritt die Nachfolge von Gerd Schwandner an.
Marion Rieken (parteilos, nominiert von Grünen und unterstützt von Linken) erhielt 22,1 Prozent der Stimmen und schied damit aus dem Rennen um den Chefsessel im Rathaus aus. Der von der Wählergemeinschaft für Oldenburg aufgestellte Heinrich Kreuzwieser landete mit 6,3 Prozent auf dem letzten Platz. Die Wahlbeteiligung lag mit 38,9 Prozent so niedrig wie noch nie bei einem ersten Wahlgang um das OB-Amt in Oldenburg. Jürgen Krogmann, zurzeit Landtagsabgeordneter der SPD, zeigte sich zuversichtlich, dass seine Erfahrung auch im zweiten Wahlgang überzeugen werde. Er gehe nicht davon aus, dass die Grünen eine Wahlempfehlung für Baak abgeben würden, da man im Land und im Stadtrat eine rot-grüne Zusammenarbeit pflege.
Die Oldenburger Grünen hatten im Wahlkampf dezidiert gegen Krogmann argumentiert. Baak kündigte an, um jede Stimme zu kämpfen. Die CDU werde auf jeden Fall das Gespräch mit den Grünen suchen, das Ergebnis sei aus seiner Sicht offen.
