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NWZonline.de Region

Richter will Högel mit jedem Fall konfrontieren

01.11.2018

Oldenburg Nach dem Auftakt im Prozess gegen Niels Högel will das Gericht den Angeklagten jetzt Fall für Fall mit jedem der 100 Mordwürfe konfrontieren. Richter Sebastian Bührmann trug dem Ex-Pfleger für den nächsten Sitzungstag am 21. November auf, sich auf die ersten 30 Fälle der Anklageschrift vorzubereiten. Die Polizei hat Högel einen speziell gesicherten Computer zur Verfügung gestellt, mit dem er Zugriff auf die Krankenakten der verstorbenen Patienten hat.

Högel gab am ersten Prozesstag am Dienstag in der Oldenburger Weser-Ems-Halle zu, Patienten getötet zu haben. Auf die Frage von Richter Bührmann, ob die Vorwürfe gegen ihn „größtenteils“ zuträfen, antwortete er knapp: „Ja.“ Dass Högel die Taten einräumte, ist laut Pressesprecherin Dr. Melanie Bitter lediglich als „Ankündigung eines Geständnisses“ zu werten. So ein kurzer Satz sei noch kein volles Geständnis.

Das Gericht hatte am Dienstagmorgen zunächst zu einer Schweigeminute aufgerufen. „Wir wollen an die denken, die auch im Raum sind, aber nicht körperlich“, so Bührmann. Nebenkläger, Medienvertreter und weitere Zuschauer erhoben sich, um der Toten zu gedenken. Auch Högel nahm, den Kopf gesenkt, an der Schweigeminute teil.

Im Gegensatz zum Mordprozess von 2014/15, in dem Högel wegen fünf Taten zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt wurde, spricht Högel diesmal und beantwortet Fragen. Ob seine Aussagen allerdings glaubhaft sind, soll ein eigens bestellter Gutachter beurteilen.

Der frühere Krankenpfleger ist angeklagt, zwischen 2000 und 2005 in Oldenburg und Delmenhorst 100 Patienten ermordet zu haben. Wegen der hohen Zahl an Beteiligten findet der Prozess in der Weser-Ems-Halle statt. 126 Nebenkläger haben sich dem Verfahren angeschlossen.

Jörg Jung Redakteur / Regionalredaktion
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Inga Wolter stv. Ltg. / Online-Redaktion
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