Weener - Ein Jahr nach der folgenschweren Kollision eines Frachters mit der Emsbrücke im ostfriesischen Weener ist das weitere Schicksal des Bauwerks wieder offen. Als Favoritenlösung galt bisher eine schlichte Reparatur der schwer beschädigten Brücke. Inzwischen hat die Papenburger Meyer Werft Vorschläge für einen größeren Umbau mit mehreren Varianten ins Spiel gebracht. Die Deutsche Bahn und das Land Niedersachsen haben daher ein geplantes Spitzentreffen am 21. Dezember um vier Wochen verschoben. Nun soll im Januar über eine Lösung für den Wiederaufbau entschieden werden. Bis dahin solle es zu beiden Varianten belastbare Aussagen geben, sagte ein Bahnsprecher am Donnerstag. Der Wiederaufbau soll 30 Millionen Euro kosten und spätestens 2021 abgeschlossen sein. Am 3. Dezember des vergangenen Jahres hatte der Frachter „Emsmoon“ die längste Eisenbahn-Klappbrücke Deutschlands gerammt und dabei einen Millionenschaden verursacht.