[SPITZMARKE]WASHINGTON - WASHINGTON/DPA/AP - Das Schicksal der Koma-Patientin Terri Schiavo löste in den letzten Wochen eine weltweite Anteilnahme aus. Genau 13 Tage nach Abbruch ihrer künstlichen Ernährung starb die Amerikanerin gestern in Florida. Die Nachricht sorgte für große Betroffenheit.
Der erbitterte Familienstreit um ihr Schicksal begleitete sie bis in den Tod: Ehemann Michael Schiavo war in den letzten Minuten an der Seite der 41-Jährigen, während den Eltern Bob und Mary Schindler der Zugang verweigert wurde. Mutter und Vater durften Terri erst nach dem Ableben umarmen. Dies sei der „Gipfel herzloser Grausamkeit“, kritisierten Freunde der Familie.
Terri Schiavo hatte seit 1990 in einem Wachkoma gelegen. Seit 1997 bemühte sich Michael Schiavo darum, seine Frau sterben zu lassen, während sich die Eltern verzweifelt dagegen wehrten. Am 18. März war schließlich auf Wunsch des Ehemannes der Nahrungsschlauch aus dem Magen entfernt worden.
US-Präsident George W. Bush kondolierte der Familie und sagte, man müsse diejenigen schützen, die jemand anderem ausgeliefert seien.
Der Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche in Deutschland, Bischof Wolfgang Huber, hat eine neue Debatte über Sterbehilfe in Deutschland gefordert.
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