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NWZonline.de Region

Strenge Kontrolle gefordert

30.03.2017

Hannover /Oldenburg /Delmenhorst Niedersachsens Landesregierung zieht die Konsequenzen aus der beispiellosen Mordserie des ehemaligen Pflegers Niels Högel. Das Kabinett hat dazu am Mittwoch eine Novelle mit einer Fülle von Änderungen des Krankenhausgesetzes verabschiedet. Gesundheitsministerin Cornelia Rundt (SPD) spricht von einem „Meilenstein zur Stärkung der Patientensicherheit“.

Ex-Pfleger Högel steht in Verdacht, in den Kliniken Delmenhorst und Oldenburg Dutzende von Patienten verletzt und getötet zu haben. In sechs Fällen wurde er bereits verurteilt; er verbüßt eine lebenslange Haftstrafe in der Justizvollzugsanstalt Oldenburg.

Ministerin Rundt setzt mit dem neuen Gesetz auf eine „Fehlerkultur“ mit scharfen Kontrollen zugleich. So soll Klinikpersonal auch anonym Hinweise geben können auf mögliches kriminelles Handeln von Mitarbeitern. Verdachtsmomente können ebenfalls einer neutralen Stelle gemeldet werden, ohne Sanktionen zu befürchten. Die Landesregierung hat bereits im vergangenen Jahr alle Krankenhäuser verpflichtet, Patientenfürsprecher „einzustellen“. Ein Patientenschutzbeauftragter koordiniert deren Tätigkeit.

Die Novelle verpflichtet alle Kliniken zur Einrichtung von „Stationsapotheken“, um falsche Medikamentengaben zu verhindern. Der Verbrauch wird ständig überprüft. Arzneimittelkommissionen und Expertenrunden, in denen alle Sterbefälle besprochen werden, ergänzen das Kontrollsystem.

Zum Schutz des Personals soll Dauerstress vermieden werden, um eine Überforderung zu verhindern.

Gunars Reichenbachs
Chefkorrespondent
Redaktion Hannover
Tel:
0511/1612315

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