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NWZonline.de Senioren

Soziales: Geborgenheit und Hilfe bieten

02.08.2019

Brake „Unser Ziel ist es Lebensfreude zu schenken“, heißt es in einem Flyer der Malteser. Und das wird auch seit zehn Jahren so praktiziert. Denn so lange gibt es die Demenzbetreuung der Malteser schon. Das wird natürlich gefeiert: Ingeburg Wunderlich, die den Betreuungsdienst der Malteser seit drei Jahren leitet, lädt am Freitag, 16. August, um 14.30 Uhr in der St.-Marien-Kirche am Cityplatz in Brake zu einem gemeinsamen Gottesdienst ein. Im Anschluss gibt es um 15 Uhr eine Kaffeetafel im Gemeindehaus.

Ein Programm ist natürlich auch geplant. Die „Fleutjepieper“ – der Nachwuchs der niederdeutschen Bühne – werden auftreten und einige Lieder auf Plattdeutsch zur Unterhaltung der Gäste singen.

2009 gegründet

Die Demenzbetreuung war im Jahr 2009 von Britta Lameyer und ihrem Mann Hans-Joachim Lameyer ins Leben gerufen worden. Die Leitung hatte Britta Lameyer inne. Von 2012 bis 2016 übernahm Heidi Lidke die Leitung, 2016 übernahm Ingeburg Wunderlich diese Aufgabe. Sie selbst arbeitet bereits seit 2011 als Betreuerin. „Irgendwann wurde ich dann gefragt, ob ich die Leitung übernehmen möchte. Da habe ich natürlich ja gesagt.“

Man merkt ihr deutlich an, wie viel Herzblut in dieser Arbeit steckt. „Leider wollen sich viele Angehörige nicht eingestehen, dass ihre geliebten Mitmenschen krank sind.“ Dabei sei die Betreuung demenzkranker Menschen vor allem zu Beginn ihrer Demenz sehr wichtig. Durch die Denkübungen, die mit ihnen gemacht werden, würden sie ihr Gedächtnis trainieren. „Zumindest im Anfangsstadium ihrer Krankheit hilft es ihnen noch“, merkt Ingeburg Wunderlich an. Selbst für Teilnehmer, die nicht krank, aber dafür einsam seien, sei es immer wieder schön, an den gemeinsamen Treffen teilzunehmen.

 Menschen mit körperlichen Einschränkungen, angehender Demenz oder aber auch Menschen die zur Einsamkeit neigen, haben die Möglichkeit, jeden Montag von 14.30 bis 17.30 Uhr und mittwochs von 8.30 bis 11.30 Uhr in das Café Malta im Pfarrheim St. Marien zu kommen. Dort wird gemeinsam Kaffee getrunken, gesungen und Sitzgymnastik gemacht. Auch wird in Form von Denkgeschichten das Gedächtnis trainiert.

„Was sehr schön ist, ist die Gemeinschaft“, betont Ingeburg Wunderlich. „Die Menschen strahlen übers ganze Gesicht, hier wird man in den Arm genommen.“ Die Betreuungstage seien angedacht, um die Angehörigen zu entlasten. So hätten sie die Möglichkeit, zweimal die Woche drei Stunden für sich zu haben und eine kleine Pause machen zu können.

Ärztliche Diagnose

Für alle Menschen mit einem ärztlich diagnostiziertem Pflegegrad gibt es einen Entlastungsbetrag von 125 Euro, der bei der Krankenkasse zu beantragen ist. Bei Bedarf steht der Malteser Fahrdienst zur Verfügung und holt die Teilnehmer von zu Hause ab und bringt sie auch wieder zurück. „Zu Anfang haben einige Teilnehmer Angst“, sagt Ingeburg Wunderlich. „Aber sobald sie sehen, was für schöne Stunden sie verbringen und dass sie sicher nach Hause kommen, ist die Angst auch schon wie verflogen.“

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