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Emsland In der Grenzregion immer auf Kurs

Guido Finke

Schweißtreibende Berganstiege oder temporeiche Abfahrten hinab ins Tal finden die Radurlauber im Emsland vergebens. Stattdessen ist das selbsternannte Motto „Radfahr-Paradies mit Flachland-Garantie“ Programm. Mit Beginn der diesjährigen Saison werden wieder viele Touristen die Chance beim Schopfe ergreifen, um das umfangreiche Radwegenetz mit seinen insgesamt über 3500 Kilometern zu erkunden.

Sowohl Freizeitradler als auch sportlich veranlagte Fahrer haben die Qual der Wahl, denn es stehen 60 ausgeschilderte Touren bereit. Ein Highlight ist der 379 Kilometer lange Ems-Radweg. Dabei bewegen sich die Aktiven nicht nur durch Niedersachsen, sondern streifen auch Nordrhein-Westfalen. Insgesamt 32 Orte liegen an der sehr beliebten Strecke, die in der Regel mit Hotelaufenthalten als Zwischenstopps verbunden wird. Viele Touristen bevorzugen in diesem Jahr vermutlich eher eine Tagestour – davon gibt es auch immerhin rund 50.

Tagestour für Wasserfreunde

In der deutsch-niederländische Grenzregion gibt es eine ganze Reihe an Tagestouren, die sich jeweils mit einem bestimmten Thema befassen. Je nachdem, wo die persönlichen Interessen liegen, können die Teilnehmer ihre Lieblingstour auswählen: Von der Museums- über die Erdöl-Tour bis zur Ems-Kanal- und Genießer-Tour reicht die Palette. Die Strecken sind zwischen 15 und 80 Kilometer lang. Die Angebote für Radreisende im Emsland sind vielfältig.

Die Ems-Kanal-Tour beispielsweise nimmt die Radfahrer mit auf eine wasserreiche Strecke rund um Meppen – immer am Dortmund-Ems-Kanal entlang. Auf der leichten und etwa 35 Kilometer langen Strecke kommen die Touristen unter anderem am Speicherbecken Geeste, einem artenreichen Biotop, vorbei.

Leitsystem mit 8.000 Schildern

Alle Touren können mithilfe des vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs empfohlenen Radwegeleitsystem absolviert werden. Das heißt, sämtliche Strecken sind perfekt ausgeschildert. Darüber hinaus wird auf gastronomische Angebote, Bahnhöfe sowie Tourist-Informationen hingewiesen. Es gibt sogar vier sogenannte Radroutenwarte, die auf ihren Kontrollfahrten immer einen prüfenden Blick auf die Beschilderungen werfen, um das Radwegeleitsystem weiter zu optimieren. Bislang sorgen ungefähr 8.000 Schilder dafür, dass die Radfahrer immer auf Kurs bleiben.

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