Nicht an Unterstützung sparen
Ständig nur im Eco-‐Modus zu radeln, tut dem Akku im Winter nicht gut. „Ähnlich wie der Mensch muss der Akku im Winter arbeiten, damit er leistungsfähig ist. Deshalb je nach Untergrund angepasst fahren und lieber eine hohe Unterstützungsstufe nutzen“, meint Anja Knaus vom E-Bike-‐Hersteller Flyer. In einem hohen Unterstützungsmodus sorgt der Entnahmestrom für die Selbsterwärmung des Akkus. Ein Auskühlen und damit eine Leistungseinbuße werden verhindert.
Akku drinnen auf Temperatur bringen
Der Akku arbeitet am liebsten in einem Temperaturbereich von 10 bis 25 Grad. Deshalb sollte er bei Zimmertemperatur gelagert und erst kurz vor Fahrtantritt eingesetzt werden. Das erhöht die Reichweite.
Akku draußen warm anziehen
„Wärme speichert der Akku länger, wenn man ihn kurz vor dem Start in ein spezielles Cover einpackt. Dieses spart Entladungsenergie und hilft somit, größere Reichweiten zu erzielen“, sagt Philipp Elsner-‐Krause vom Unternehmen Fahrer Berlin, das sich auf die kleinen Accessoires für den Radfahrer spezialisiert hat.
Richtig laden
Beim Laden muss die Außentemperatur stimmen, damit der Stromspeicher vollständig und richtig aufgeladen werden kann und keinen Schaden nimmt. Das Aufladen sollte deshalb erst beginnen, wenn der Akku Zimmertemperatur erreicht hat. „Nach der Fahrt in der Kälte lieber ein paar Stunden mit dem Aufladen warten“, meint Harald Troost von Koga. Diese Maßnahme ist nicht übertrieben, denn moderne Akkusysteme lassen Ladevorgänge erst bei entsprechenden Umgebungstemperaturen zu.
Akku nicht in der Kälte lassen
Bei kalten Temperaturen darf der Akku nicht zu lange ungenutzt in der Kälte bleiben. „Sonst wird die Unterstützung auf der Rückfahrt schnell knapp“, warnt Alexander Kraft von HP Velotechnik. Das Verhalten kenne man ja auch von anderen Elektrogeräten. „Wichtig: Nicht den Zweitakku vergessen“, sagt Alexander Kraft. pd‐f/tg/anm
