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NWZonline.de Senioren

Forschung: Ziel: Therapien auf neuen Wegen

30.06.2020

Patienten profitieren von neuen Studien

Die Abteilung für Geriatrie im Department für Versorgungsforschung der Universität Oldenburg unter der Leitung von Prof. Dr. med. Tania Zieschang beschäftigt sich mit der Anwendung von innovativen Therapiekonzepten, der zunehmenden Digitalisierung von Behandlungsformen sowie speziell auf Demenzpatienten zugeschnittene Diagnostik-Möglichkeiten und Therapien. Im Fokus dabei stehen die Identifikation und Bearbeitung neuer Versorgungsstrukturen als auch die Weiterentwicklung etablierter Therapien. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen der geriatrischen Universitätsklinik am Klinikum Oldenburg, dem Rehabilitationszentrum und der Universität profitieren die Patienten direkt von den neuesten Studienergebnissen.

Laufband-Simulation als Sturzprophylaxe

Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Bewegungsförderung und Sturzprophylaxe. Stolpern und Hinfallen kann für ältere Menschen schnell weitreichende Folgen haben. Brüche und längere Bettlägerigkeit sind dabei keine Seltenheit. Stürze stellen nach wie vor das Hauptrisiko für den Verlust der Selbstständigkeit von Senioren dar.

In diesem Kontext wird derzeit im Rehabilitationszentrum ein neuartiges Laufband erprobt, auf dem leichtes Stolpern durch kontrollierte Störimpulse (Perturbation) provoziert werden kann. Alltägliche Situationen wie z.B. ein anfahrender Bus oder ein Ausrutschen auf glattem Untergrund können so simuliert und gleichzeitig trainiert werden. Die Patienten sind dabei in einem Gurtsystem gesichert. Nach ersten Erkenntnissen kann die Sturzrate im Alltag bereits durch eine einzelne Trainingseinheit auf dem Laufband gesenkt werden. Im Projekt EDDY-PRO werden momentan die Änderungen im Gangbild während eines Perturbationstrainings in verschieden Altersgruppen verglichen, um die Abläufe der Gleichgewichtsregulation bei äußeren Störungen besser zu verstehen und in Zukunft gezielter trainieren zu können.

CoNFINE-Studie über chipgesteuerteGerätezirkel

Aus aktuellem Anlass werden vor dem Hintergrund der COVID-19 Pandemie zwei Projekte durchgeführt, die die Begleiterscheinungen der Pandemie, insbesondere bei älteren Menschen analysieren.

Die durch die COVID-19 Pandemie auferlegten Maßnahmen gehen insbesondere bei der Risikogruppe der Älteren mit enormen Einschränkungen im sozialen Leben einher. Alltägliche oder sportliche Aktivitäten wurden und werden zum Teil immer noch für längere Zeit teilweise oder vollständig unterbrochen. Um die Auswirkungen dieser Einschränkungen auf die körperliche Leistungsfähigkeit von Älteren zu erfassen, werden im Projekt CoNFINE bei älteren Menschen, die in einem chip-gesteuerten Gerätezirkel trainieren, die aktuell gemessenen Kraft- und Ausdauerparameter mit den Werten vor Schließung des Studios verglichen. Der Verlauf wird mit den Daten einer jüngeren Gruppe verglichen. Somit kann ein potenzieller Abbau der Muskelkraft und/oder Ausdauerleistungsfähigkeit objektiv erfasst und erforderliche Gegenmaßnahmen abgeleitet werden.

Projekt Videotherapie

Weiterhin besteht während der Pandemie insbesondere für mobilitätseingeschränkte Personen mit erhöhtem Behandlungsbedarf die Gefahr eines rapiden funktionellen Abbaus. Um einen direkten Kontakt von Risikopatienten in der Physiotherapie zu vermeiden und trotzdem Behandlungen durchführen zu können, wurde von den Krankenkassen vorübergehend die Möglichkeit einer Videotherapie geschaffen. Ein Problem dabei ist die häufig fehlende technische Ausstattung und/oder Erfahrungen im Umgang mit den dafür notwendigen Programmen. Zur Unterstützung der neuen Therapieform bekommen Therapeuten und Patienten daher im Projekt ConVideo für den Zeitraum der Studie ein Tablet mit Mobilfunkanbindung und Videotelefonie-Software gestellt. Untersucht wird, welche Hindernisse bei der videobasierten Physiotherapie auftreten, für welche physiotherapeutischen Maßnahmen sie besonders gut geeignet ist, wie Patienten und Therapeuten das Angebot bewerten und welche Hilfestellungen bei Problemen benötigt werden. Dieses Projekt findet in Zusammenarbeit mit der Abteilung Assistenzsysteme und Medizintechnik unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Andreas Hein statt.

Probanden gesucht

Alle Projekte können unter www.uol.de/geriatrie nachgelesen werden. Interessierte Personen, die gerne als Probanden an einer Studie teilnehmen möchten, sind jederzeit willkommen.

Kontaktdaten: Abteilung Geriatrie Department für Versorgungsforschung Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Tel: 0441/798-4815 · studien-geriatrie@uol.de

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