Oldenburg - Für Menschen mit Demenz ist eine vertraute Umgebung von großer Bedeutung. Ein Krankenhausaufenthalt mit Umstellungen und Besonderheiten steht dem meist entgegen.
Deshalb hat die Demenzhilfe Oldenburg e.V. ein neues Angebot entwickelt: Die Betreuung von Demenz-Patienten und deren Angehörigen bei einem Krankenhausaufenthalt. Geschulte Ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer stehen zu diesem Zweck kostenfrei bereit.
„Eine ruhige, geräuscharme, erfassbare Umgebung, eine feste Tagesstruktur mit vertrauten Personen: Das sind alles Umstände, die im Alltag helfen – allerdings im Krankenhaus schwierig umsetzbar sind“, erläutert Marlene Dirks, die Vorsitzende der Demenzhilfe das neue Angebot. Demenzkranke reagierten im Krankenhaus meist mit Angst und Unruhe. Sie versuchten häufig, aufgrund mangelnder Krankheitseinsicht die Klinik zu verlassen. Meist könnten sie keine Auskunft über sich, ihre Beschwerden und Wünsche geben. Auch könnten sie bei Diagnose, Behandlung, Körperpflege nicht mitwirken und hätten zusätzlich Probleme bei Nahrungs- und Getränkeaufnahme.
Für die Erkrankten sei es aufgrund der Demenz kaum möglich, sich in der fremden Umgebung des Krankenhauses zurechtzufinden. Aus leichtem Unwohlsein könne Panik entstehen, denn es fehle die Orientierung, wissen die Fachleute der Demenzhilfe.
Meist könnten Demenz-Patienten Aufklärungsgesprächen nicht folgen. „Manchmal fällt erst bei einem Klinikaufenthalt auf, dass ein Patient möglicherweise dement ist“, berichtet Marlene Dirks.
Nun hat eine pflegende Angehörige, die mit ihrem Vater diese Schwierigkeiten in einer Klinik erfahren hat, der Demenzhilfe Geld gespendet. Dank dieser Zuwendung sei die Betreuung im Krankenhaus nun möglich. Angehörige oder Hilfesuchende können sich bei der Demenzhilfe Oldenburg melden unter
