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NWZonline.de Senioren

Unterstützung In Oldenburg: Wer hilft den Senioren beim Einkauf?

20.02.2020

Oldenburg Senioren, die nicht selbst Auto fahren oder alleine einkaufen gehen können, werden einmal die Woche von Ehrenamtlichen abgeholt. Ihr Ziel: Ein Supermarkt, damit die älteren Menschen einkaufen können. Dabei gibt es Unterstützung von Ehrenamtlichen. Sie reichen Waren und helfen beim Einpacken. Anschließend werden die Senioren nach Hause gebracht und die Einkäufe bis ins Haus oder die Wohnung getragen.

Diese Unterstützung hat im Landkreis Oldenburg einen Namen: „Mobiler Einkaufswagen“. Ins Leben gerufen hat sie vor fünf Jahren der Malteser Hilfsdienst. Finanziert wird das Projekt über Spendengelder. In Delmenhorst, Ganderkesee, Friesoythe, Sandkrug und Vechta gibt es das Angebot bisher. In der Stadt Oldenburg fehlt der „Mobile Einkaufswagen“.

„Seitens der Stadt oder auch von den Bürgern haben wir hier bisher fast keine Anfragen für solch einen Dienst erfahren“, erklärt der Stadtgeschäftsführer des Malteser Hilfsdiensts in Oldenburg, Roland Keller.

In Zukunft soll dies geändert werden. „Wir machen uns Gedanken“, sagt Keller und fügt hinzu, dass die Umsetzung viel Planung beanspruche: „Wenn wir dieses Projekt intern auf den Weg bringen, benötigen wir finanzielle Hilfen und Ehrenamtliche. Auch Lebensmittelgeschäfte, die mit uns zusammenarbeiten.“

Dass der Bedarf eines ehrenamtlichen Hilfsdienstes existiere, bestätigt Katrin Busse vom Senioren- und Pflegestützpunkt der Stadt. „Viele ältere Menschen wünschen sich, dass sie jemand zum Einkaufen fährt und die Einkäufe transportiert.“

Busse gibt zu bedenken, dass ein rein ehrenamtliches Angebot nicht möglich sei, weil Kosten entstehen. Ebenfalls müssten Fragen der Versicherung geklärt werden, wenn zum Beispiel an dem Transportfahrzeug ein Schaden entsteht. „Reine Fahrleistungen sind für ehrenamtliches Engagement nicht so attraktiv“, fügt Busse hinzu.

Die 61-jährige E. Oltmanns aus Oldenburg würde sich über ein Angebot wie den „Mobilen Einkaufswagen“ freuen. Ihr falle es zunehmend schwerer, die Einkäufe zu tragen. Wasserflaschen, egal ob aus Plastik oder Glas, könne sie gar nicht mehr heben. Ebenfalls sei die Strecke, die sie zu Fuß und mit dem Bus zurücklegt, zu weit.

„Es besteht zum Teil eine Versorgungslücke für Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind“, stellt Busse klar. Dazu würden Menschen gehören, die sich die Fahrt mit dem Taxi zum Einkaufen nicht leisten können, keine Hilfe von Nachbarn, Familie oder Freunden haben oder Online nicht bestellen möchten. Aus diesem Grund prüfe die Koordinierungsstelle Altenhilfe, ob ein niedrigschwelliges Angebot in der Stadt möglich sei, sagt Busse.

Das bisherige Angebot von ehrenamtlichem Engagement für ältere Menschen erstreckt sich unter anderem auf die Seniorenbegleitung. Dabei gehe es weniger darum, Senioren den Einkauf nach Hause zu tragen. Vielmehr um gemeinsame Zeit und persönlichen Austausch, sagt Busse.

In dem Bereich plane der Oldenburger Ortsverband der Johanniter dieses Jahr ein Projekt unter dem Namen „Mobile-Soziale-Dienste“. Begleiter sollen die Senioren motivieren, mehr am Leben teilzuhaben, indem sie mit ihnen einen Kaffeeplausch halten, spazieren oder einkaufen gehen. „Unser Jugendverband möchte sich ebenfalls einbringen“, sagt Dienststellenleiter Stephan Siemer.

Vorerst sei geplant, das Projekt auf den Stadtteil Bürgerfelde zu beschränken. „Ziel sollte aber sein, die Senioren aus ganz Oldenburg daran teilhaben zu lassen.“ Der Start des Projektes sei im vierten Quartal dieses Jahres geplant.

Soeke Heykes Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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