• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Senioren

telefonketten: Der Einsamkeit aktiv entgegenwirken

04.02.2021

Oldenburger Land /Ostfriesland Der Klatsch mit der Nachbarin bei Kaffee und Kuchen, der Plausch beim Bier in der Kneipe, das nette Gespräch beim Sport oder im Verein – all diese alltäglichen Gespräche sind derzeit nur sehr begrenzt möglich. Und das trifft vor allem ältere und alleinstehende Menschen, die zumeist nicht über Internet und Smartphone kommunizieren. Abhilfe schafft eine simple Idee: Eine kleine Gruppe Personen schließt sich zusammen und hält regelmäßig per Telefon Kontakt miteinander. In der Region gibt es mehrere Initiatoren solcher Telefonketten.

Oldenburg

Das Diakonische Werk der Stadt Oldenburg bietet Alleinstehenden schon seit vielen Jahren die Vermittlung einer solchen Gruppe an. Wolfgang Oehrl organisiert diese Telefonketten bei der Diakonie: „Unser Angebot ist kostenlos und bietet mehr als nur einen rein technischen Notruf. Die Teilnehmer unserer Telefonkette suchen oftmals Anschluss und möchten auch Mal plaudern.“ Derzeit gäbe es vier feste Telefonketten der Diakonie in Oldenburg, die teilweise schon jahrelang existieren. „Wir wünschen uns pro Gruppe etwa sechs Personen. Derzeit sind unsere Telefonketten mit je fünf Personen und einer vierköpfigen Gruppe nicht voll ausgelastet. Wir freuen uns über Interessenten.“ Durch die Kooperation mit den Oldenburger Johannitern werde im Notfall auch medizinische Hilfe eingesetzt.

Kontakt: Wolfgang Oehrl, 0441/ 45600

Der Caritasverband Oldenburg-Ammerland bietet in Kooperation mit der Pfarrgemeinde St. Josef ebenfalls eine Telefonkette für Alleinstehende und Senioren, die den Austausch und die Vernetzung unter den Teilnehmern und Teilnehmerinnen stärken soll. „Derzeit erhalten wir nicht so viele Rückmeldungen, wie wir erwartet haben. Es ist nur eine kleine Telefonkette zustande gekommen“, bedauert Anna Pfeiffer, Koordinatorin des Projektes. „Wir würden uns wünschen, dass sich mehr Interessenten bei uns melden.“ Das im November 2020 gestartete Projekt sei auf langfristige Kontakte unter den Teilnehmenden ausgelegt und soll alle Altersklassen ansprechen. „In einem Erstgespräch erfahren wir etwas über Interessen und Hobbies, sodass wir Teilnehmer mit ähnlichen Vorlieben zusammenbringen können“, erklärt Pfeiffer.

Kontakt: Anna Pfeiffer, 0441/ 925450, verband@caritas-ol.de

Friesland

Auch in Friesland startete zum Anfang der Corona-Zeit ein Telefon-Projekt: Die Freiwilligenagentur „Ehrensache“ in Varel bot Alleinstehenden die Möglichkeit, über eine Telefonkette in Kontakt zu bleiben. „Zwei Ketten waren über längere Zeit aktiv. Im Sommer, als sich die allgemeine Situation etwas entspannte, wurde auch das Interesse weniger. Teilweise haben sich einzelne Teilnehmer daraufhin aber auch privat zusammengeschlossen“, berichtet Anne Büttner, Leiterin der Freiwilligenagentur. Aktuell sei keine Telefonkette mehr aktiv. „Sobald Bedarf da ist, würden wir aber gerne erneut das Angebot bereitstellen“, so Büttner.

Kontakt: Anne Büttner, 04451/ 9181063, buettner@agenda-varel.de

Ostfriesland

Beim Paritätischen Wohlfahrtsverband in Emden sei derzeit eine Telefonkette aktiv, erzählt die Ansprechpartnerin Tanja Strippel. „Bei unserer Telefonkette wird nur kurz nach dem Befinden gefragt, damit die Kette schnell weiterläuft. Sobald die Kette unterbrochen wird, handeln wir nach einem Notfallplan.“ Wer an einem längeren Gespräch interessiert ist, könne sich nach der Telefonkette natürlich noch zum Plausch verabreden.

Kontakt: Tanja Strippel, 04921/ 930614, tanja.strippel@paritaetischer.de

Ammerland

Im Ammerland existiert schon seit einigen Jahren eine Telefonkette zwischen mehreren Seniorinnen, die von der Diakonie Ammerland betreut wird. „Die Damen organisieren sich komplett selbst und beginnen jeden Morgen ihre Abfrage. Im Notfall kontaktiert eine der Frauen die Diakonie – bei uns sind die Notfallnummern hinterlegt. Das ist aber zum Glück noch nie vorgekommen!“, beschreibt Katharina Kroll, Geschäftsführerin des Diakonischen Werkes Ammerland. Da die aktuelle Kette voll besetzt ist, freue sie sich über Anfragen, sodass eine neue Telefonkette gestartet werden könne. „Obwohl es sich bei den Anrufen nur um eine kurze Frage nach dem Wohlbefinden geht, ergeben sich daraus auch immer wieder private Gespräche“, sagt Kroll. Sie könne sich vorstellen, bei Bedarf auch eine gemischte Gruppe oder eine für jüngere Interessenten einzurichten.

Kontakt: Katharina Kroll, 04403/ 58877, kroll@diakonie-ammerland.de

Wesermarsch

In den Kirchengemeinden des Ev.-luth. Kirchenkreises Wesermarsch halten die Senioren und Seniorinnen der Seniorenkreise gerne telefonischen Kontakt untereinander. „Zusätzlich kümmern sich die ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter um die Belange der Senioren und rufen regelmäßig bei ihnen an“, erklärt Christiane Geerken-Thomas. „Auch die Ohren und Augen der Pfarrer und Pfarrerinnen in den Gemeinden sind immer offen für alle Anliegen der Gemeindemitglieder“, so die Kreispfarrerin. Auf alle Services und Hilfen werde in den Gemeindebriefen hingewiesen.

Kontakt: Christiane Geerken-Thomas, 04483/ 9305254, christiane.geerken-thomas@kirche-oldenburg.de

Münsterland

In Vechta hat sich eine Gruppe von etwa 15 Seniorinnen und Senioren aufgrund der Corona-Einschränkungen zu einer informellen Telefonkette zusammengeschlossen. „Die Teilnehmer treffen sich normalerweise regelmäßig zu unserem Seniorenfrühstück einmal im Monat. Da das aktuell nicht mehr möglich ist, halten sie über Telefon den Kontakt“, erklärt Margret Reiners-Homann, ehrenamtliche Mitarbeiterin der Diakonie in Vechta. „Die 75- bis 97-Jährigen stehen teilweise täglich in Kontakt, um sich auszutauschen oder einfach zu plaudern“, so Reiners-Homann. Das „Seniorenfrühstück“ ist ein Angebot der Diakonie und der Ev.-luth. Kirchengemeinde Vechta sowie der Kreisvolkshochschule Vechta.

Kontakt: Margret Reiners-Homann, 04441/90691-0, reiners-homann@diakonie-vechta.de

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.