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NWZonline.de Senioren

Jubiläum: Zwei 100. Geburtstage im St.-Marien-Stift

24.09.2020

Varel Gleich zwei 100. Geburtstage wurden in den vergangenen Wochen im St.-Marien-Stift in Varel gefeiert: Hildegard Miederer wurde 1920 in Wilhelmshaven geboren und Maria Pasche in Lehden/Schlesien. Beide sind noch sehr rüstig und nehmen regen Anteil am gesellschaftlichen Leben.

Hildegard Miederer verbrachte ihre Jugendjahre in Berlin und machte nach dem Besuch der höheren Schule bei der „Deutschen Akademie der Luftfahrtforschung“ eine Ausbildung zur Sekretärin. In der Hauptstadt lernte sie ihren Mann kennen. 1941 wurde geheiratet und 1943 ihr Sohn geboren. Inzwischen hat sie zwei Enkelkinder und drei Urenkel.

Gut behütet im „Nest“

Während ihrer Jahre in Berlin zog es sie immer wieder zurück in die alte Heimat. Von dem dicken Granatbrot von „Tante Clara“ schwärmt sie noch heute. Schließlich ließ sie sich mit ihrer Familie in Dangast nieder. Das St.-Marien-Stift bezeichnet sie als ihr „Nest“, in dem sie sich gut aufgehoben und behütet fühlt. Dort engagiert sie sich aktiv im Heimbeirat.

Maria Pasche verbrachte ihre Jugend in Schlesien, arbeitete im Haushalt und in einer Fabrik als Spulerin. Nach der Hochzeit 1940 kümmerte sie sich um die Familie mit fünf Kindern. Ihr Mann ist früh verstorben und es war für sie nicht einfach, sich mit den Kindern durchzuschlagen.

Auf Jahrmärkten tätig

Sie arbeitete auf Jahrmärkten und verkaufte Spielwaren, Windmühlen und Luftballons. Noch heute kann sie sich gut an das Missgeschick erinnern, als ihr eine ganze Traube Luftballons davonflog. Maria Pasche lebt seit 25 Jahren im St.- Marien-Stift und nimmt nach wie vor aktiv an den Gymnastikstunden teil.

Außerdem singt die dreifache Großmutter und zweifache Urgroßmutter gerne alte Volkslieder. Dabei ist sie äußerst textsicher und kennt alle Strophen. Auf die Frage, welche Wünsche sie noch habe, sagt sie mit einem Lächeln: „Ich habe alles gehabt und vieles erlebt. Ich habe keine Wünsche mehr. Nur auf Bratkartoffeln und Spiegelei kann ich mich immer noch freuen.“

Doch wie feiert man ein solch seltenes Ereignis in Zeiten von Corona? „Es ist immer ein Spagat zwischen dem Schutz der Bewohner und einer angemessener Würdigung dieses besonderen Ehrentages“, sagt Eva-Maria Stenzel. Dennoch kam es der Heimleiterin und ihrem Team nicht in den Sinn, die Geburtstagsfeiern zu verschieben. „Der Faktor Zeit spielt für unsere Bewohner eine wichtige Rolle“, sagt sie, „wir können nicht so einfach sagen: ,Dann feiern wir eben im nächsten Jahr’.“

Mit Familien gefeiert

Wegen der zurzeit gültigen Lockerungen war es für die Seniorinnen möglich, an ihrem Ehrentag ihre Familien um sich zu haben. Auch die Bewohner und Mitarbeiter des Pflegeheimes gehörten zu den Gratulanten – unter Wahrung der AHA-Regeln: Abstand wahren, auf Hygiene achten und eine Alltagsmaske tragen.

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