Wardenburg - Die Spendenbereitschaft für die Wardenburger Speisekammer ist um einiges geringer ausgefallen als in den Jahren zuvor. „Mehrere regelmäßige Geldspender sind ausgeblieben“, bedauerte Vorsitzender Ralf Dierks bei der jüngsten Jahreshauptversammlung im Wardenburger Hof. Dabei ist die Wardenburger Tafel zu 100 Prozent auf Spenden angewiesen.

Die Reserven schrumpften im zurückliegenden Jahr durch drei größere Anschaffungen (zwei Kühlschränke und ein Gefrierschrank). Auch die Unterhaltung des vereinseignen Fahrzeugs, mit dem die Lebensmittel aus den Geschäften und Märkten abgeholt werden, schlugen mit einer größeren Summe zu Buche. Für alle vier Posten mussten insgesamt 4000 Euro aus der Kasse genommen werden.

Hinzukommt, dass Ende März nach fünf Jahren auch der Mietkostenzuschuss der Gemeinde ausgelaufen ist und der Verein die jährliche Miete nun allein stemmen muss. Ralf Dierks kündigte an, für das nächste Jahr einen neuen Antrag bei der Gemeinde auf Unterstützung zu stellen. Bei einem Blick über die Kreisgrenze hinaus nannte Dierks ein Beispiel aus einer Nachbargemeinde. „In Edewecht bekommt der Verein Tischlein-Deck-Dich 900 Euro von der Gemeinde.“

Als gute Einnahmequelle für Spenden hatten sich in diesem Jahr der Frühjahrs- und der Herbstmarkt erwiesen, auf dem die Speisekammer mit einem Stand vertreten war. Beim Cityfest habe man in diesem Jahr ausgesetzt, so der Vereinschef.

Zufrieden zeigte sich die Hilfsorganisation mit der stabilen Mitgliederzahl. Am Abend der Versammlung wurde das 59. Mitglied begrüßt. Wenig Fluktuation ist derzeit im Mitarbeiterteam mit seinen 24 Helfern zu verzeichnen: „Da ist in den vergangenen drei Jahren kaum jemand weggegangen. Die Stimmung in der Gruppe ist gut“, sagte Dierks.

Angetan zeigte sich der Vorsitzende auch von der hohen Qualität der Lebensmittel, die der vor sechs Jahren gegründeten Speisekammer gespendet werden. Zurzeit nutzen zwischen 37 und 45 Familien mit durchschnittlich vier Personen die Tafel am Reiherweg. „Wir könnten noch mehr Kunden versorgen. Gerade von vielen Rentnern wissen wir, dass sie berechtigt wären, bei uns einzukaufen, sich aber nicht trauen“, wusste der Vorstand zu berichten. Wer einen Berechtigungsschein hat, aber selbst nicht an den Reiherweg kommen kann, für den hat der Verein einen Lieferservice eingerichtet, der bei Silvia Schütte ( t   0 44 07/718 20 55) oder Ralf Dierks ( t   0 44 07/20989) angefordert werden kann.

Durch die Vorstandswahlen gab es keine Veränderungen. Vakant bleiben die Posten des Pressesprechers und des 2. Vorsitzenden.