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NWZonline.de Nachrichten Kultur Sonntagswort

Der Einsatz des Fischers

01.08.2020

Das Gebetsanliegen des Papstes lädt diesen Monat ein, für alle zu beten, die auf den Weltmeeren arbeiten, für Matrosen, Fischer und für ihre Familien.

Von einem dieser Fischer möchte ich erzählen: Vor einigen Tagen wurde ein 14-jähriges Mädchen auf Ameland von der Strömung aufs offene Meer gezogen. Eine fürchterliche Tragödie. Die Suche der Retter nach dem Kind wurde eingestellt. Es gab keine Hoffnung, es lebend zu finden.

Fischer Robin Bouma hörte davon, mobilisierte seine Fischerkollegen vor der niederländischen Küste und gemeinsam suchten sie nach dem Mädchen. Sie wollten die Familie nicht allein lassen mit der Ungewissheit, was mit ihrer Tochter passiert war. Sie wollten ihre Trauer erleichtern und das Mädchen finden. Und so investierten sie ihre Zeit und setzten das, was sie hatten, zur Suche ein: den geübten Blick aufs Meer und ihre Boote.

Dieses Verhalten des Fischers beeindruckt mich sehr. Als alle Hoffnung schon verloren war, hat er nicht aufgegeben. Obwohl sie selbst in der Corona-Pandemie um ihre Existenz bangen, denken die Fischer nicht an sich selbst, sondern daran, was sie für eine geschockte und trauernde Familie tun können.

Diese Geschichte der Fischer ist für mich eine wunderbare Reaktion auf die Aufforderung Jesu an seine Jünger im morgigen Sonntagsevangelium. Jesus möchte die Volksscharen nicht wegschicken, damit sie sich etwas zu essen kaufen. Er fordert seine Jünger auf „gebt ihnen zu essen“. Doch die Jünger haben nur wenig Proviant dabei und sind fest davon überzeugt, dass ihre fünf Brote und zwei Fische nicht ausreichen und auch nicht das sind, was die Menschen brauchen.

Fischer Bouma kann das Mädchen nicht lebendig machen, aber er tut etwas für die Familie. Er setzt seine Zeit ein, mobilisiert seine Kollegen, der Familie die Trauer zu erleichtern. Er erkannte, was er selbst zu geben hatte und gab es.

Vielleicht haben auch wir viel mehr zu geben, als wir uns selbst zutrauen. Jesus traut es uns zu!

Ute Marita Winterist Pastoralreferentin und Seelsorgerin in Oldenburg

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