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NWZonline.de Nachrichten Kultur Sonntagswort

Ehrfurcht vor dem Leben

29.08.2020

Corona verändert unser Leben, nicht nur in gesundheitlicher Hinsicht, auch im Selbstverständnis. Natürlich sollten wir die Vorsichtsmaßnahmen beachten. Nicht nur um unserer selbst, sondern auch um der Gemeinschaft willen. Schließlich lebt keiner allein in dieser Welt, ist vielmehr mannigfach verflochten. Wir partizipieren an der Gesellschaft, an der Arbeit, dem Fleiß und Können, der Intelligenz unserer Mitmenschen. Wenn alles floriert, sind wir zufrieden.

Appelle zur Achtsamkeit

Zugleich wird gefordert, dass wir unser Teil an der Gesellschaft beitragen – für Partner, Kinder, Freunde, Gefährten. Daher sind die Bitten und Appelle zur Achtsamkeit verständlich. Denn das Leben ist ein Geheimnis.

Die adäquate Einstellung nannte Albert Schweitzer „Ehrfurcht vor dem Leben“. Daraus folgt auch die Wertschätzung gegenüber Ärzten und ihren Mitarbeitern. Und für Christen erwächst daraus das Bewusstsein „Meine Zeit steht in deinen Händen“ (Psalm 31,16).

Seit dem Studium begleitet mich ein Wort von Carl Heinz Ratschow: „Das Leben wird durch das Sterben wach“. Diese Begrenztheit fördert Wertschätzung, Aufmerksamkeit und Liebe zu- und füreinander. Dazu gehören Sprache, Gesten und konkrete Hilfsangebote. Und natürlich Begleitung und Hilfen in Grenzsituationen des Lebens.

Einsatzbereite Helfer

Vor etlichen Jahren ist daher die Notfallseelsorge aufgebaut worden und wird auch dankbar in Anspruch genommen. Johanniter, Malteser, die Rettungseinheiten von Polizei und Feuerwehr, Ärzte und Helfer sind einsatzbereit. Das Gebot der Nächstenliebe eröffnet eine solidarische Welt. Keiner soll an der Not seiner Mitmenschen achtlos vorübergehen, sondern das Beste, das Menschenmögliche tun. Auch in Corona-Zeiten. Der barmherziger Samariter ist dafür das Leitbild schlechthin: „So gehe hin und tue desgleichen“ (Lukas 10,37).

Reinhard Rittner ist Pfarrer i. R. und lebt in Oldenburg

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