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nordwest-zeitung

Friede und Fairplay

Wer kennt nicht die Strategien der psychologischen Kriegsführung? Da höre ich abfällig von Pollaken reden statt von Polen, von Amis, Itakern oder gar von Spaghettifressern.

Die Ösis haben uns Deutsche als Piefkes während der Fußball-EM beleidigt. Den großen Erzfeind gibt es zwar nicht mehr, aber die vielen kleinen Gegner, die weniger wert sein sollen, die auszugrenzen sind.

Seltsam, einer will den anderen klein machen, um selbst an Größe zu gewinnen! Manch einer muss andere verteufeln, um seine weiße Weste zu präsentieren. Wer andere diffamiert, vergisst, die Ursachen bei sich selbst zu suchen.

„Haltet mit allen Menschen Frieden!“, heißt es in der Bibel. Ja, mit allen, auch mit Versagern und Uneinsichtigen, mit Unvernünftigen und Taugenichtsen.

Es gilt, für ein gutes menschliches Miteinander ohne Diskriminierung und Mobbing zu sorgen. Naja, gute Vorsätze kenne ich. Aber da gibt es auch einige, mit denen nicht auszukommen ist. Das liegt nicht an mir! Ich verhalte mich richtig!

„Ich danke dir Gott, dass ich nicht bin wie andere Leute!“, sagt der Pharisäer im Evangelium, während der Zöllner im Hintergrund leise betet: „Gott sei mir Sünder gnädig!“ (Luk 18, 9-14).

Der Komponist Heinrich Schütz hat die beiden Stimmen in Musik umgesetzt. Da singt der eine mit seinem tiefen Bass im Brustton der Überzeugung: „Ich bin nicht wie andere Leute!“, und er zählt mit einem achtfachen Ich auf, was er alles Gutes tut.

Und gleichzeitig bittet der andere mit seiner hellen Stimme nur um Gnade.

Mir hat sich der Kontrast der beiden Stimmen eingeprägt. Nachdem Jesus dieses Beispiel erzählt hat, schließt er mit einer Beurteilung der beiden: Der eine ist Gott recht, der andere nicht!

Außenseiter sind Gott genauso lieb wie anerkannte Mitmenschen.

Dr. Christine Reents

, Prof. an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal,

lebt im Ruhestand in Varel

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