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NWZonline.de Nachrichten Kultur Sonntagswort

Ich bin, weil du bist

29.02.2020

N

ein, wir Menschen mögen keine Veränderungen. Das hat laut einer Studie auch etwas mit unserem Gehirn zu tun. Der Jahreswechsel liegt hinter uns, viele Vorsätze sind schon aufgegeben, oder? Umso mehr Respekt habe ich vor den Frauen aus Simbabwe, die uns in diesem Jahr – im Rahmen der Vorbereitung des Weltgebetstags – zurufen: Steh auf und geh!

Respekt habe ich vor ihnen, weil ihre Situation im Land eine Katastrophe ist. Nach der Diktatur unter Robert Mugabe folgt eine weitere; der Wirbelsturm Idai vernichtet 2018 die Jahresernte, die größte Dürre verhindert, dass alle Menschen satt werden, seit zehn Jahren keine eigene Währung, die Inflation beträgt 300 Prozent … eigentlich aussichtslos.

Respekt habe ich vor ihnen, denn sie ziehen sich nicht in ihr Unglück zurück, verzweifeln und sagen, dass alles keinen Sinn hat. Es wird auch solche Tage geben. Und doch: Steh auf und geh, so sagen sie, ermutigen uns, auf unsere Lebenszusammenhänge zu schauen, die völlig anders sind.

Wo sollte ich denn hier in unserem reichen Land genau hinschauen, um etwas zu verändern? Verschmutzung der Umwelt, prekäre Arbeitsverhältnisse, Einsamkeit, die Situation von Alleinerziehenden, Missbrauch in den Kirchen – noch gibt es, je nach persönlicher Perspektive, genug Themen!

Vor der Bereitschaft, etwas zu verändern, braucht es Ermutigung und die Klärung der Frage: Was könnte für mich der Gewinn sein? Die Frauen aus Simbabwe antworten mit einer biblischen Geschichte vom Gelähmten am Teich Bethesda: Du wirst heil an Leib und Seele, du kommst raus aus deiner Erstarrung oder Lähmung. Lohnt es sich, dafür aufzustehen und sich aus „bequemen“ Verhältnissen zu lösen? In einem Lied der Gottesdienstordnung heißt es: Du schaffst das, du schaffst das!

Um dieses Lied mit anderen zu singen und daraus Ermutigung zu erhalten, ist es erforderlich, dass Sie aufstehen und gehen – in einen der vielen Gottesdienste zum Weltgebetstag am 6. März.

Andrea Gärtig ist Diakonin und als Referentin Frauenarbeit Ev. Kirche Oldenburg tätig.

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