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NWZonline.de Nachrichten Kultur Sonntagswort

Jetzt das Richtige tun

28.07.2018

Eigentlich müsste ich…!“ Bei diesem Satzanfang fallen mir fast immer die gleichen Dinge ein. Vor allem: Sport und Bewegung. Eigentlich würde es mir guttun, das Auto öfter stehen zu lassen und ein paar Schritte zu laufen oder Fahrrad zu fahren. Tausend Ausreden fallen mir ein, obwohl ich weiß, dass es mir eigentlich guttun würde, dass es auch nicht viel Zeit kosten würde. Trotzdem siegt oft meine Trägheit. Mit dem inneren Schweinehund kämpfe ich aber nicht nur, wenn es um körperliche Bewegung geht.

Eigentlich möchte ich die Feierabende sinnvoller und kreativer gestalten und nicht nur vor dem Fernseher auf dem Sofa liegen und von einem Programm aufs andere zappen. Eigentlich wollte ich schon lange wieder einmal ins Theater gehen und mich zu neuen Gedanken anregen lassen. Eigentlich möchte ich ganz bewusst ein gutes Essen zelebrieren und genießen, anstatt nur nebenbei zu essen.

Eigentlich wollte ich meine Schulfreundin mal wieder anrufen. Eigentlich müsste ich eine gute Bekannte im Pflegeheim besuchen. Eigentlich wollte ich meinem Mann und meinen Kindern schon lange einmal sagen, was ich gut an ihnen finde. Eigentlich sollte ich mir selbst ganz bewusst etwas Gutes gönnen und mich nicht andauernd antreiben lassen und noch schnell dies und jenes tun.

Der Apostel Paulus hat bereits erkannt und beschrieben, dass es solche Erledigungsblockaden auch in Bezug auf den Glauben gibt. Er schreibt im 2. Korintherbrief (6,2): „Jetzt ist die Zeit der Gnade, jetzt ist der Tag des Heils.“ Das heißt: Heute, hier und jetzt können wir Gottes Spuren erkennen und uns darüber freuen. Heute können wir tun, was nötig ist, zum Beispiel auf die Menschen zugehen, die wir verletzt haben oder die unsere Nähe und Hilfe brauchen.

Nicht eigentlich und dann doch nicht. Jetzt ist gefragt. Jetzt das Richtige und Wichtige tun! Die Theologin Antje Sabine Naegeli hat das so auf den Punkt gebracht: „Eigentlich sollte ich das Wort ,eigentlich‘ streichen, um am Ende nicht sagen zu müssen: Eigentlich hätte ich leben wollen.“

Dr. Andrea Schrimm-Heins ist Frauenbildungsreferentin und Leiterin der Frauenarbeit der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg

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