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Was ist evangelisch?

Evangelisch in Niedersachsen“. So soll ein Magazin heißen, dass die evangelischen Landeskirchen in Niedersachsen für das Jahr 2010 planen.

Der Titel klingt gut, doch: ist er auch gut durchdacht?

In diesem Jahr feiern der Ökumenische Rat der Kirchen in Genf und die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), 1948 in Kassel gegründet, ihren 60. Geburtstag. Es ist erfreulich, dass Christen ihre Gemeinsamkeiten entdecken.

Nach meiner Kenntnis gibt es in Niedersachsen fast zwanzig evangelische Kirchen und Gemeinschaften: methodistische und baptistische Freikirchen, Adventisten, die Heilsarmee, Herrnhuter, Quäker, Mennoniten, die Neuapostolische Kirche, Anglikaner, Selbstständige Lutheraner, Pfingstgemeinden, Adventisten, Altreformierte und Migrationskirchen.

Viele von ihnen haben sich seit sechzig Jahren nicht nur im Ökumenischen Rat der Kirchen in Genf, sondern auch in der ACK zusammengeschlossen.

Deshalb fällt es schwer, den Titel des geplanten Magazins, das die

Evangelische Zeitung im Jahr 2010 ablösen soll, zu verstehen. Planen die vier lutherischen Kirchen in Braunschweig, Hannover, Oldenburg und Schaumburg-Lippe sowie die reformierte Kirche eine innerevangelische ökumenische Öffnung?

Oder wird allzu Umfassendes versprochen?

Nur ein Beispiel: Unter dem Titel „Evangelisch in Varel“ verbirgt sich der neue, übrigens gelungene Gemeindebrief der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde, ohne zu berücksichtigen, dass der Begriff „evangelisch“ weiter zu fassen ist.

Wurde der Titel des geplanten Magazins „Evangelisch in Niedersachsen“ in der „Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen“ diskutiert?

Oder geht es um ein wenig sensibles Überraschungsgeschenk zum 60. Geburtstag der ACK? Wie hat das Geburtstagskind dieses Geschenk aufgenommen? Oder wäre ein anderer Titel ratsam?

Dr. Christine Reents

war Professorin für Praktische Theologie an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal. Sie lebt im Ruhestand in Varel.
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