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Was zum Glück gehört

Sucht man im Angebot eines großen Internetkaufhauses Bücher unter dem Stichwort „Ratgeber“, so erhält man am Ende eine Trefferliste von über 4000 verschiedenen Titeln, unter der Überschrift „Die besten Ratgeber für jede Lebenslage“.

Diese Flut von Ratgebern scheint mir ein Zeichen dafür zu sein, dass wir uns selbst für unsere eigene Lebensführung nicht mehr als ausreichend kompetent erachten.

In unserer modernen Gesellschaft ist durch den Fortschritt eine hohe Entwicklungsstufe erreicht, die existenziellen Grundbedürfnisse sind gesichert. Das Leben ist aber sehr komplex geworden, wir müssen viele Entscheidungen treffen.

Für alles gibt es Spezialisten, die uns sagen, wie wir uns verhalten müssen, um den maximalen Gewinn, die größte Ersparnis, die beste Gesundheit zu erreichen.

Verschiedene Expertenmeinungen müssen dabei gegeneinander abgewogen werden, um ein gelungenes Leben zu führen.

Es entsteht das Gefühl, mehr denn je ein „Macher“ des eigenen Lebens sein zu müssen. Nie waren die äußeren Voraussetzungen besser, um ein gutes, sicheres Leben zu führen.

Aber was wir eigentlich erreichen möchten, kommt uns immer mehr abhanden: das Glück.

Ganz offensichtlich haben wir das Gespür dafür verloren, dass es in unserem Leben mehr als alles gibt, dass etwas existiert, das wir bei aller Anstrengung nicht „machen“ können. Wir haben die Fähigkeit verloren, uns beschenken zu lassen.

Im Johannesevangelium heißt es: „Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.“

Gott wünscht sich für uns Menschen ein erfülltes Leben. Der Schlüssel dazu ist nicht größere Anstrengung, nicht noch mehr Leistung und nicht höhere Geschwindigkeit.

Der Schlüssel liegt darin anzuerkennen, dass das Wesentliche im Leben nicht „machbar“ ist, liegt in der Fähigkeit, sich beschenken zu lassen.

Nicht Glück macht zufrieden, sondern Zufriedenheit macht glücklich.

Cornelia Schomacher

ist Pastoralassistentin in der Katholischen Kirchengemeinde St. Josef in Oldenburg.
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