Andere Länder….

Während die Deutschen ihren Spargel am liebsten immer in der klassisch weißen Ausführung hätten, isst man in Frankreich das edle Gemüse nur in der bereits violetten Stufe. „Der Franzose mag ihn am liebsten so, dann hat er auch einen etwas würzigeren Geschmack“, sagt Jürgen Köster vom Kösterhof in Ofen. „Dabei tun sich unsere Verbraucher damit keinen Gefallen.“ Gerade der Farbstoff Anthocyan ist ein großer Gesundheitsfaktor - und genau dieser ist verstärkt im violetten und im grünen Spargel vorhanden. „Wer das ablehnt, ist eigentlich gekniffen, denn für seine Gesundheit bietet der weiße Spargel die geringsten Inhaltsstoffe“, so Jürgen Köster. Sehr gesund und bekömmlich sind übrigens auch die Bitterstoffe (Saponine), denen sogar eine krebsvorbeugende Wirkung nachgesagt wird.

Tief verwurzelt

Die in Sprossen wachsenden Spargelpflanzen gehören botanisch gesehen zu den Liliengewächsen. Unterirdisch werden sehr starke Wurzelausläufer gebildet (Rhizome), die eine Länge bis zu sieben Metern erreichen können und somit ganz leicht an das Grundwasser gelangen. Das ist auch der Grund, warum Spargel selbst in Trockenperioden keine Bewässerung benötigt. Möchte man das Feld später einmal für andere Pflanzen nutzen, so muss der gesamte Boden komplett umgepflügt und die Wurzeln müssen entfernt werden.

Schon gewusst?

Beißt man direkt nach der Ernte in eine grüne Spargelstange, so schmeckt diese zunächst süßlich wie eine frisch aus der Schote gepulte Erbse. Berührt man dann das soeben angebissene Ende mit der Zungenspitze, so schmeckt diese leicht bitter – und bietet damit eine natürliche Schutzfunktion gegen unterirdischen Mäusefraß.