Wenn’s so richtig quietscht, ist man auf der sicheren Seite: Gut hörbarer Spargel ist garantiert erntefrisch und deswegen bereits beim Kauf ein Genuss. Das Beste: Wer direkt im Hofladen, auf dem Bauernmarkt oder am Feld einkauft, der trifft meist auf Menschen, die wissen, wovon sie sprechen. Von ihnen erfährt man die besten Tipps und kann vielleicht sogar noch aus erster Hand etwas über den Anbau des feinen Gemüses erfahren. Hinzu kommt nicht nur das Wissen um diese erntefrischen Produkte, sondern auch das Wissen um ein nachhaltiges Einkaufsverhalten: Kauft man saisonal und regional so tut dies auch der Umwelt gut. Immerhin entfallen so lange Transportwege und ein damit verbundener erhöhter Schadstoffausstoß.

Auf insgesamt 5700 Hektar wird nach Angaben des Landesbauernverbands Landvolk Niedersachsen in unserem Bundesland die „Königin des Gemüses“ geerntet. Der Witterungsverlauf wird Angebotsmenge und Preis bestimmen. Verbrauchern sollte bewusst sein, dass die Spargelernte weiterhin größtenteils Handarbeit ist. Erntehelfer für diese körperlich anstrengende Arbeit zu bekommen, werde immer schwieriger. Laut Landvolk wissen die meisten Spargelbauer „ihre“ Saisonkräfte zu schätzen und bieten diesen zusätzliche Service- und Dienstleistungen an, damit die Erntehelfer sich für die nächste Saison wieder für ihren Betrieb entscheiden.

Übrigens, jede fünfte Stange kommt aus Niedersachsen. Spargel ist die flächenstärkste Kultur im niedersächsischen Gemüseanbau. „Wir sind verhalten optimistisch und wünschen uns wie alle Bauern einen vernünftigen Wetterlauf, nicht zu warm, aber sonnig. Dann können Verbraucherinnen und Verbraucher unseren erstklassigen niedersächsischen Spargel genießen“, sagt Fred Eickhorst von der Vereinigung der Spargel- und Beerenanbauer in Niedersachsen.  jül