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NWZonline.de Spargel

Für eine gute Ernte

22.04.2015

Wie gut, dass es die Folien gibt. Zeigt die schwarze Farbe nach oben, erwärmen sich die Dämme, in denen das Gemüse wächst: Die Ernte erfolgt früher, als unter komplett natürlichen Bedingungen. „Wir haben auch erst vor wenigen Tagen den ersten Spargel gestochen“, erzählt Dierk Warband aus Westerstede. Auf gut zehn Hektar wird geerntet, allerdings im sieben Kilometer entfernten Linswege, wo der Boden sandiger ist - ideal für ein gutes Wachstum. Insgesamt 30 Saisonarbeiter sind dafür im Einsatz, hinzu kommen zusätzliche Kräfte im Verkauf. Das variiert auch mit den Jahren: Im ersten Jahr nach dem Pflanzen im April kann man bereits 14 Tage ernten, im zweiten Jahr sind es 60 Prozent der Zeit und im dritten 100 Prozent. Erst seit rund 20 Jahren arbeitet man übrigens mit Folien die das Wachstum beschleunigen oder verzögern können. „Wir haben 1992 mit dem Spargelanbau begonnen. Zunächst auf die traditionelle Art, dann kam transparente Anti-Tau-Folie auf den Markt, später die schwarze Folie und dann die schwarz-weiße zum Wenden“, erinnert sich Dierk Warband.

So funktioniert‘s

1 Bereits im Februar oder März werden die etwa 40 cm hohen und 42 cm breiten Dämme mit einer Dammfräse aufgeschüttet. Dabei muss man sehr vorsichtig sein, da der neue Spargel bereits unter der Erde wächst. Für ein optimales Wachstum ist es wichtig, dass die Dammmitte genau über der Pflanzenreihe liegt.

2 Die zusammenhängende, etwa 1 Kilometer lange Folie wird über die 300 Meter langen Dämme gezogen. Auf der einen Seite ist sie schwarz. Sie nimmt das Sonnenlicht sehr gut auf und erwärmt den Boden so sehr, dass der Spargel bis zu zwei Wochen früher geerntet werden kann. Bei extremer Sonneneinstrahlung und damit einem Zuviel an Spargel wird die Folie umgedreht: Die weiße Seite wirkt kühlend und verzögert das Wachstum. Die Abdeckung ermöglicht neben der Wärmeregulation außerdem ein ganztägiges Stechen: Da der Spargel nicht mit der Sonne in Berührung kommt, kann er sich auch nicht violett verfärben

3 Weniger aufwendig ist die Anti-Tau-Folie, da sie vor der Ernte nicht entfernt werden muss. Die Spargelstecher stechen durch sie hindurch, die Folie wird nach der Saison entsorgt. Ein Nachteil ist allerdings, dass der Spargel rechtzeitig gestochen werden muss, um nicht zu verfärben. Außerdem wird sie beim Anlegen der Dämme bereits präzise in den Boden eingearbeitet.

4 Ob eine Stange erntereif ist, erkennt der Spargelstecher an den Rissen in der Dammkruste. Mit dem Spargelmesser wird er dann an der Seite in entsprechender Höhe gestochen.

Spargel in vielen Variationen

Dass im Hause Warband viel Spargel auf den Tisch kommt, versteht sich von selbst. „Ungefähr vier- bis fünfmal die Woche“, sagt Gesine Warband. Gerne mag die Familie es ganz klassisch, noch viel lieber wird aber variiert. „Sehr lecker ist überbackener Spargel, beispielsweise mit Cambozola“, so Gesine Warband. Manchmal gibt es auch eine Spargelpizza: Dafür den Teig mit Kräuterschmand bestreichen, den Spargel darauf geben und eventuell noch etwas Ananas - und das Ganze backen!

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