OLDENBURGER LAND - Auch die deutsche Spargelsaison hat begonnen. Kaum ein anderes Gemüse erfreut sich einer größeren Beliebtheit als die weißen Stangen. Die Spargelernte startet hierzulande etwa Mitte April und endet am 24. Juni; im Handel ist Spargel bereits früher erhältlich. Das ist allerdings Importware meist aus Marokko, Griechenland, Italien oder Spanien. Wer nicht warten kann und schon vor der heimischen Ernte zum König der Gemüse greift, kann aber auch enttäuscht werden. Spargel ist nämlich nicht nur saisonal begrenzt zu haben, sondern auch extrem empfindlich. Sobald die Stangen gestochen sind, verlieren sie stündlich mehr an Frische, Aroma, Zartheit und Geschmack.
Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler vom aid infodienst, hat einige
Tipps für den Einkauf
4 Frischer Spargel ist leicht glänzend, und der Kopf ist immer fest geschlossen.
4 Die Stangen lassen sich zudem gut mit dem Fingernagel einritzen und sollten beim Gegeneinanderreiben deutlich quietschen.
4 Das Entscheidende sind aber die Schnittstellen: Sie müssen feucht und saftig sein. Wenn die Spargelstangen verpackt und die Enden nicht erkennbar sind, ist das generell erst einmal ein schlechtes Zeichen.
4 Wirklich frischen Spargel bekommt man entweder beim Erzeuger, auf Wochenmärkten oder an einem der zahlreichen mobilen Verkaufsstände.
4 Ein weiterer Tipp für alle Spargelfans: Die Schalen und Endstücke sollte man nicht wegwerfen, denn mit dem Spargelwasser kann man die Reste auskochen und wunderbar als Fond für Saucen und Suppen verwenden.
4 Falls einmal die Augen beim Spargelkauf größer waren als der Hunger, lässt sich der geschälte, nicht gekochte Spargel problemlos für sechs bis acht Monate einfrieren. Dann ist auch die Zeit bis zur nächsten Spargelsaison nicht mehr allzu weit.
