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NWZonline.de Spargel

Pünktlich zu Ostern auf dem Tisch

10.04.2017

Oldenburg /Bonn Wer Lust auf Spargel hat, kann zu Ostern mit einem reichhaltigen Angebot von deutschen Feldern rechnen. „Sehr viele Anbauregionen sind in die Ernte eingestiegen und es sind schon umfangreiche Mengen geerntet worden“, sagte Michael Koch vom Marktforschungsunternehmen Agrarmarkt-Information (AMI) in Bonn. In den vergangenen Wochen sei allerdings die Nachfrage teils noch etwas schwach gewesen. Verbraucher und Gastronomie hätten noch nicht erwartet, dass deutscher Spargel in so großer Menge verfügbar ist, hieß es von den Marktforschern.

Der Geschäftsführer der Vereinigung der niedersächsischen Spargelbauern, Fred Eickhorst, prognostizierte hohe Qualität für die kommende Saison. Die Witterung habe sich inzwischen so gut entwickelt, dass die Betriebe teilweise selber von dem guten Spargelwachstum überrascht wären. Zugleich seien auch Herbst und Winter klimatisch mit ausreichender Kältephase optimal für die Spargelpflanzen gewesen.

Zu den Preisen wollen Experten derzeit noch nicht viel sagen. In der vergangenen Woche sei die Spargelnachfrage so gering gewesen, dass man noch keinen durchschnittlichen Verbraucherpreis bilden könne, sagte Marktforscher Koch. Er wisse aber von einigen Aktionsangeboten im Lebensmittelhandel, wo der Preis zwischen knapp neun und zwölf Euro pro Kilo liege. Auf den Wochenmärkten liege er zwischen zehn und 14 Euro.

Auch ausländischer Spargel, vor allem aus Griechenland, liege noch in den Supermärkten, sagte Koch. Dieser sei preislich günstiger als der deutsche Spargel. Dass die deutschen Spargelbauern ihre Ernte in den vergangenen Jahren immer weiter nach vorne geschoben hätten, habe den griechischen Spargel Marktanteile gekostet. „Wenn deutsche Ware verfügbar ist, nehmen viele Verbraucher auch deutsche Ware.“

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland nach AMI-Informationen 120 000 Tonnen Spargel geerntet - so viel wie in keinem Jahr zuvor. Ob diese Rekordmarke in diesem Jahr gehalten werde, könne noch keiner sagen, betonte Koch. Das hänge sehr stark vom Wetter ab. „Das Potenzial ist auf jeden Fall vorhanden“, sagte Koch. „Die Anbaufläche ist mindestens genauso groß.“ Die Bundesländer mit der größten Anbaufläche sind Niedersachsen, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen, die zusammen 54 Prozent der deutschen Spargelfelder haben.

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