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NWZonline.de Spargel

Ran an die Stangen!

20.04.2012

Tomaten gibt es das ganze Jahr. Und auch Blumenkohl und Zucchini kann man immer kaufen. Dank Globalisierung und riesiger Gewächshäuser weltweit gibt es heute kaum noch ein Gemüse, das im Supermarkt nicht rund ums Jahr in den Regalen liegt. Von den meisten wissen wir schon gar nicht mehr, wann für sie in unseren Gefilden eigentlich Erntezeit ist. Beim Spargel ist das anders. Er hat bei uns eine klar definierte Saison. Diese beginnt im April und endet immer am 24. Juni, dem Johannistag. Dieser Zeit sehen viele Gourmets in jedem Jahr mit Freude entgegen, denn für sie ist Spargel wahrlich ein „kaiserliches Gemüse“. Die weißen und grünen Stangen sind aber nicht nur äußerst schmackhaft, sondern auch gesund.

Heilpflanze in Klostergärten

Auch wenn Spargel für uns heute ganz selbstverständlich ein Gemüse ist, wurde das nicht immer so gesehen. „Als Genusspflanze wird Spargel erst seit dem letzten Jahrhundert angebaut. Davor kannte man ihn vor allem als Heilmittel“, erläutert Prof. Dr. Georg V. Sabin, Direktor der Klinik für Kardiologie und Angiologie am Elisabeth-Krankenhaus Essen. „Erstmals erwähnt wurde die Pflanze bereits im fünften Jahrhundert vor Christus. Der griechische

Vitaminreich und kalorienarm

Arzt Hippokrates schätze sie wegen ihrer harntreibenden Wirkung. Die Römer kultivierten die Heilpflanze und brachten sie auch ins Gebiet des heutigen Deutschlands. Im Mittelalter war Spargel hier vor allem in Klostergärten zu finden.“

Dass Spargel die Lust steigern soll, gehört ins Reich der Legenden – wissenschaftlich wurde dies bisher nicht nachgewiesen. Andere positive Eigenschaften des Gemüses sind jedoch unbestritten: „Die im Spargel enthaltene Asparaginsäure regt die Nierentätigkeit und so das Ausschwemmen von Abbauprodukten des Stoffwechsels an“, so Prof. Sabin. „Außerdem decken bereits 500 Gramm Spargel den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Folsäure, Vitamin A, E und C. Auch versorgt er den Körper mit wichtigen Mineralstoffen wie Magnesium, Kalium, Kalzium und Kupfer. Dabei ist das schmackhafte Gemüse mit 13 Kilokalorien pro 100 Gramm äußerst kalorienarm.“

Wer diese positive Wirkung des Spargels für eine Frühjahrsdiät nutzen will, sollte allerdings Spargelgerichte mit nicht all zu fetthaltigen Soßen wählen. Der Essener Kardiologe empfiehlt außerdem beim Kochen des Spargels – und überhaupt beim Würzen – auf übermäßigen Salzgebrauch zu verzichten. Um Bluthochdruck zu vermeiden, sollte man Speisen lieber mit frischen Kräutern verfeinern.

Harnsäure nicht unterschätzen

Ein uneingeschränkter Spargelgenuss ist allerdings nicht jedem zu empfehlen. Wer unter erhöhten Harnsäurewerten im Blut leidet, sollte sich etwas zurückhalten. Spargel enthält nämlich hohe Konzentrationen von Purinen, die im Körper zu Harnsäure abgebaut werden. Lagert sich Harnsäure im Körpergewebe ab, kann es langfristig zu den typischen Gichtsymptomen führen. Prof. Sabin rät deshalb Personen, die an Nierensteinen oder Gicht leiden, höchstens 200 g Spargel pro Tag zu essen und darüber hinaus auf weitere Purin-Lieferanten wie Fleisch und Innereien zu verzichten.

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