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NWZonline.de Spargel

Spargel 2017 ist von der schnellen Sorte

05.04.2017

Groß Köhren Der Spargel 2017 legt ein ganz schönes Tempo vor. Nachdem das Stangengemüse im vorigen Jahr eher später und spärlicher die Köpfe aus dem Boden reckte, schreibt der aktuelle Jahrgang aufgrund der günstigen Witterungsbedingungen die Ernte-Zeitpläne um: „Im März Spargel stechen, das hatten wir noch nie“, staunt Sonja Alfken von Alfkens Hof in Groß Köhren. Allerdings: Durch eine veränderte Abdeckung hatte der Betrieb auch etwas mitgeholfen, dass Spargelfreunde in diesem Jahr früher zum Zuge kommen.

Für den Hof mit seinen 25 Hektar Spargelanbau bedeutete die am Donnerstag, 30. März, begonnene Ernte zunächst eine logistische Herausforderung. „Wir haben viel telefoniert, viele E-Mails verschickt“, beschreibt die Betriebsinhaberin die Bemühungen, rechtzeitig genügend Erntehelfer nach Groß Köhren zu holen. Ganz überwiegend handele es sich bei den insgesamt etwa 25 bis 30 Helfern um Polen, die großenteils schon seit Jahren zur Ernte kommen. Alfken zum Ergebnis ihrer Bemühungen: „Es hat funktioniert.“

Am Freitag, 31. März, folgte dann der erste Verkaufstag. Er habe gezeigt, dass das frühe Wachsen nicht nur den Betrieb überraschte: „Viele wissen bis heute nicht, dass es schon Spargel gibt.“

Nachdem im vorigen Jahr die Ernte eher schleppend begonnen hatte, hatte der Betrieb Alfken seine Spargeldämme in diesem Jahr erstmals mit drei Folien versehen. Bis dahin waren es zwei: eine schwarz-weiße Abdeckung direkt auf dem Damm, die je nach Wärmebedarf gewendet wird („Schwarz zieht die Wärme an“). Darüber halten Metallbügel eine zweite, transparente Gewächshausfolie. Drittens kam jetzt eine Folie über jeweils zwei Dämme hinzu. Die gelernte Gartenbauingenieurin: „Das bringt ein zusätzliches Luftpolster.“

Ideal sei für den Spargel ein Wetter mit 15 bis 20 Grad Höchsttemperatur, mit ein bisschen Regen nachts, ohne Dauerfrost. „Geringen Frost steckt der Spargel weg“, der „eigentlich eine relativ unempfindliche Pflanze ist“.

Das Stechen des Spargels sei so einfach nicht. „Wenn man blind sticht, kann man die kleinen Triebe im Boden verletzen.“ Das könne durchaus zu erheblichen Ausfällen führen. Wichtig sei, dicht an der Stange runter zu stechen, dann bei etwa 26 Zentimeter Stangenlänge abzuwinkeln. „Neue“ Erntehelfer werden von Christopher Hermanns, dem Partner von Sonja Alfken, angelernt.

Und die Preise in der Saison 2017? Die seien voraussichtlich „so wie im Vorjahr“, schätzt die Betriebsinhaberin. „Vielleicht etwas günstiger.“
 Der Hof Alfken hat sich spezialisiert auf den Anbau von Spargel (25 Hektar), Erdbeeren (zehn Hektar) sowie Himbeeren und Heidelbeeren (jeweils zwei Tunnel). Spargel wird hier seit knapp 30 Jahren angebaut.

Karsten Kolloge
Harpstedt
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2706

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