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NWZonline.de Spargel

Unterm Tunnel reift königliches Gemüse

17.04.2012

WILDESHAUSEN „Bei dem Wetter geht niemand in kurzer Hose und T-Shirt raus und so geht’s auch dem Spargel,“ erklärt Klaus-Dieter Ulrich die Ruhe, die noch auf seinem Spargelfeld in Glane herrscht. Der gelernte Kaufmann hat extra in Polen angerufen, damit nicht alle Saisonarbeiter auf einmal kommen. Allerdings gibt es trotz der für die Jahreszeit typischen kalten Witterung bereits Spargel auf seinem Hof in Dötlingen zu kaufen und der 42-Jährige freut sich über den Beginn der Saison. Neben seiner kaufmännischen Tätigkeit kommt er so an die frische Luft und kann sich körperlich betätigen. „Ein paar Kilos gehen dabei auch weg“, sagt er und muss schmunzeln.

Auch auf anderen Höfen im Landkreis wird bereits Spargel geerntet und angeboten. Auf „Alfken’s Hof“ in Groß Köhren können die Kunden seit Ostern zugreifen. „Langsam wird der Ertrag besser“, sagt Sonja Alfken, die wegen der Temperaturschwankungen hohle Stangen zu beklagen hatte. Der immer früher werdende Erntezeitpunkt hängt mit den Anbaumethoden zusammen. So werden zum Beispiel kleine Tunnel auf die Felder gesetzt, die wie Mini-Gewächshäuser wirken sollen.

Wegen des Mehraufwands und der noch geringen Erntemengen kostet das Kilo in den meisten Hofläden noch um 9,90 Euro für die erste Sortierung. Gefragt ist der deutsche Spargel dennoch, so Dieter Weber von der Landwirtschaftskammer in Oldenburg. Wenn das Wetter besser wird und die Spargeltouren wieder losgehen, würde die Nachfrage noch einmal steigen, vermutet der Experte. Zudem sei dieses Jahr die Qualität des geernteten Spargels sehr gut. Aufgrund der aktuellen Anbaumethoden sei das königliche Gemüse sehr zart.

Auf dem Hof von Wolfgang Helms in Lohmühle gibt es aus Kostengründen noch keinen Spargel. Geerntet wird hier frühestens in einer Woche, da der Einsatz von Folien nicht so umfangreich betrieben wird wie bei anderen.

Auch Ulrich sieht den frühen Erntebeginn skeptisch. „Wir müssen mittlerweile alles zu jeder Jahreszeit anbieten, und das am besten auch noch ökologisch angebaut und aus der Region,“ beschreibt er das derzeitige Konsumentenverhalten. Ihn haben Kunden sogar schon nach deutschen Erdbeeren gefragt. Die gibt es allerdings erst Anfang Mai – und dann auch nur aus dem Gewächshaus.

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