Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Ernte Vom Feld auf den Teller

Melanie Jülisch

Montagmorgen, 8 Uhr: Seit bereits zwei Stunden geht es auf den Spargelfeldern der Region mit dem Stechmesser ran an die Stangen. „Los geht’s, sobald es hell wird“, sagt Heiko Stolle vom Hof Stolle in Klein Bümmerstede. Auch auf seinen Feldern gehen die Erntehelfer aus Polen gerade die Reihen ab, um das köstliche Gemüse ans Licht zu bringen. Noch ist wegen der kalten Witterung allerdings alles warm und sicher unter dunkler Folie verpackt: Kein Lichtstrahl kann so die zarten weißen Köpfe in lilane verwandeln – und somit ihre Premiumqualität einbüßen.

Bitte mehr!

Ganz schön ergiebig ist das Erdreich hier auf den Feldern: Rund 100 Kilogramm Spargel pro Tag und Hektar liefern die zu Dämmen aufgeschütteten Reihen, in denen der Spargel gepflanzt worden ist. Bis zur ersten Ernte vergehen allerdings rund zwei Jahre. „Wenn es richtig warm ist, wachsen die Stangen natürlich noch schneller und wir ernten noch mehr“, sagt Heiko Stolle – sehr zur Freude aller Spargelliebhaber. Dass die Saison erst gestartet ist, merkt man auch an dem noch relativ geringen Betrieb auf den Feldern: Nächste Woche werden dort ungefähr die doppelte Menge an Helfern zu sehen sein.

Eisgekühlt

Nachdem der Spargel aus der Erde geholt wurde, geht es schnellstmöglich vom Feld ins Eisbad, in dem er etwa eine halbe Stunde liegen muss. „Diese Schockkühlung bei etwa einem Grad erhält seine Frische und die weiße Farbe“, erklärt der Hofbesitzer. Auch darf er direkt nach der Ernte nicht in der Sonne liegen: Schon nach etwa zwei Stunden wäre er wie Gummi. Nach dem erfrischenden Bad geht es entweder zunächst in die Kühlung oder gleich zum Putzen und Sortieren. Dafür werden die Stangen akkurat auf ein kleines Fließband gelegt und unter der Wasserdusche mit Bürsten gereinigt. Dann geht’s ans Sortieren. Die ganz geraden mittlerer Stärke kommen in die 1. Klasse, die anderen in die 2. Klasse. Die ganz krummen und die ganz dicken, die oft auch hohl sind, landen gleich in der Kiste mit dem Bruchspargel – ideal für Suppen und Salate. Fertig, nun kommen die Kisten in den Laden!

Tipp:

Den Spargel gleich nach dem Kauf in ein nasses Handtuch wickeln und im Kühlschrank lagern. So hält er sich ungefähr drei bis vier Tage. Wer den Spargel erst zu einem späteren Zeitpunkt verzehren möchte, kann ihn auch einfrieren. Wichtig: Er muss zuvor geschält werden. Möchte man ihn dann irgendwann zubereiten, so wird er in noch gefrorenem Zustand in kochendes Wasser gelegt. Dadurch verkürzt sich die Zubereitungszeit ein wenig. Beginnt das Wasser wieder zu kochen, kann man ungefähr noch 7 bis 8 Minuten einplanen. Wer schon vor dem Einfrieren weiß, dass er den Spargel für Salate oder Suppen nutzen möchte, der kann das geschälte Gemüse auch bereits klein schneiden und portionsweise einfrieren.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Ein Wahlplakat des sächsischen SPD-Spitzenkandidaten zur Europawahl, Matthias Ecke hängt an der Schandauer Straße im Stadtteil Striesen an einem Laternenmast. Der sächsische SPD-Spitzenkandidat zur Europawahl, Matthias Ecke, ist beim Plakatieren im Dresdner Stadtteil Striesen angegriffen und schwer verletzt worden. Beim Befestigen von Wahlplakaten am späten Freitagabend schlugen vier Unbekannte auf den 41-Jährigen ein, wie Polizei und Partei am Samstag mitteilten.

SCHUTZ VON POLITIKERN Innenminister wollen schärfere Strafen prüfen

Dpa
Potsdam
Sie geben Orientierung im Evangelischen Krankenhaus (v.l.) Andreas Hoppe, Elli Fitzner, Gertrud Wessel-Terharn und Pastorin Anke Fasse.

EVANGELISCHES KRANKENHAUS IN OLDENBURG Sie geben Orientierung und Sicherheit im Krankenhaus-Dschungel

Anja Biewald
Oldenburg
Kommentar
Oliver Braun

ZUR ABSAGE DES DEMOKRATIEFESTES IN SCHORTENS Ideologiebefreit Probleme lösen

Oliver Braun
Verfolgt seinen Plan: Oldenburgs Cheftrainer Pedro Calles (links) spricht mit Deane Williams.

VOR AUSWÄRTSSPIEL IN ULM Baskets-Coach Pedro Calles blendet Rennen um Platz acht aus

Niklas Benter
Oldenburg
Meinung
Landwirte protestieren am Rande einer Veranstaltung der Grünen. Die Ampel zieht viel Kritik auf sich.

FORDERUNGSKATALOG AUFGESTELLT Darum sind die Landwirte weiterhin wütend auf die Politik

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover