Gleich drei verschiedene Sorten wachsen auf dem etwa ein Hektar großen Acker in Oldenburg-Tweelbäke, nur wenige Kilometer vom heimatlichen Kösterhof in Ofen entfernt: Eine frühe und eine späte Sorte weißer Spargel sowie ein kleiner Anteil grüner Spargel. Noch ist es jetzt, zu Beginn des Frühlings, recht ruhig auf dem Feld. Lediglich Tomasz und Adam gehen mit der Spargelspinne die Reihen entlang, heben damit die schützenden Folien empor und schauen nach, wo bereits einige Pflanzen ihren Kopf vorsichtig aus der Erde stecken. Vorsichtig werden die Stangen von der Erde befreit und schließlich unten vom Rest der Pflanze mit dem Spargelmesser getrennt. „Dies ist jetzt eine frühwachsende Sorte“, erklärt Jürgen Köster die Eigenheiten der Pflanzen unter dem Folientunnel. Hier herrschen Temperaturen wie in einem Gewächshaus, so dass die Helfer hier bereits Mitte April mit der Ernte beginnen konnten.

Ein Feld für sieben Jahre

Seit 25 Jahren gibt es Spargel vom Kösterhof, der zurzeit insgesamt drei Spargelfelder bewirtschaftet. Allein auf dem einen Hektar in Tweelbäke wachsen insgesamt 15 000 Pflanzen. „Die Wurzeln sind allerdings so stark miteinander verwoben, dass man eine einzelne Pflanze nicht mehr entfernen kann“, sagt Jürgen Köster schmunzelnd. Werden die Pflanzen gesetzt, sind diese so genannten Rhizome lediglich so groß wie ein Euro. Erstmals geerntet wird allerdings im zweiten Jahr. Einen sehr guten bis guten Ertrag hat man bis zum siebten Jahr, denn die Stangen werde immer dünner und sind daher zumeist nach dem siebten Jahr kaum mehr zu gebrauchen – zu groß ist der Anteil der Schale, zu gering das Essbare. Wer nun an gleicher Stelle neue Spargelpflanzen setzen möchte, der hat wenig Glück: „Alles geht nun, aber Spargel auf Spargel, das geht nicht“, so Jürgen Köster. Warum das so ist und die jungen Spargelpflanzen kaputt gehen? „Eventuell könnte ein Pilz der Verursacher sein, sicher sind sich die Forscher da aber nicht.“

Ganz schön kalt

Nur kurz ist der Transport zum heimatlichen Hof in Ofen. Dort wird der erntefrische Spargel gewaschen und dann bei 2 Grad schockgefrostet. Zur kurzzeitigen Aufbewahrung geht es in den Kühlraum. Sortiert werden die Stangen erst, kurz bevor sie in den Verkauf gelangen. Etwa ein Drittel des Spargels wird gleich geschält, so dass es daheim weniger Arbeit macht. „Da freut sich die Hausfrau“, sagt Jürgen Köster lachend.