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Australian Open Klare Ansage von Djokovic - Kostjuk macht Ukraine stolz

Steht bei den Australian Open im Viertelfinale: Novak Djokovic.

Steht bei den Australian Open im Viertelfinale: Novak Djokovic.

Asanka Brendon Ratnayake/AP

Melbourne (dpa) - Nach der Machtdemonstration auf seinem Lieblingsplatz richtete Novak Djokovic auch noch eine verbale Drohung an seine Herausforderer.

«Solange ich die Nummer eins der Welt und auf der Höhe meines Spiels bin, habe ich nicht vor, das Tennis zu verlassen», sagte Djokovic nach seinem Einzug ins Viertelfinale der Australian Open. «Ich habe das Gefühl, dass ich noch nicht am Ende bin», sagte der 36 Jahre alte Serbe nach seinem erbarmungslosen 6:0, 6:0, 6:3 in Melbourne gegen den bemitleidenswerten Franzosen Adrian Mannarino.

«Die ersten beiden Sätze waren die besten, die ich seit langer Zeit gespielt habe», sagte Djokovic nach seiner beeindruckenden Leistung. «Es war alles in allem eine großartige Vorstellung», sagte der zehnmalige Melbourne-Sieger. «Ich bin gesundheitlich und sportlich auf einem sehr guten Weg», sagte Djokovic, der sich zu Beginn des Turniers mit einer Erkältung herumgeplagt hatte.

Deutliche Dominanz

Davon war gegen Mannarino nichts mehr zu spüren. Von der ersten Sekunde an zeigte Djokovic eine Dominanz, wie es sie im Welt-Tennis seines Gleichens sucht. Zum 58. Mal steht er bei einem der vier Grand-Slam-Turniere im Viertelfinale und stellte damit den Rekord des längst zurückgetretenen Roger Federer ein. «Ich versuche immer, die bestmögliche Leistung zu bringen. Das Feuer brennt noch in mir.»

Im Viertelfinale bekommt es der 24-malige Grand-Slam-Turniersieger nun am Dienstag mit dem Amerikaner Taylor Fritz zu tun. Der 26-Jährige setzte sich gegen Vorjahresfinalist Stefanos Tsitsipas aus Griechenland mit 7:6 (7:3), 5:7, 6:3, 6:3 durch und zeigte eine starke Leistung. Ob diese am Dienstag allerdings reicht, um Djokovic zu gefährden, bleibt abzuwarten.

Die größte Chance, Djokovic in diesem Jahr in Melbourne ernsthaft in Bedrängnis zu bringen, wird Jannik Sinner zugetraut. Der Italiener, der Djokovic Ende des vergangenen Jahres sowohl in der Vorrunde der ATP-Finals als auch bei der Davis-Cup-Endrunde schlagen konnte, ist am Yarra River immer noch ohne Satzverlust. Am Sonntag entledigte sich Sinner auch der Aufgabe gegen den Russen Karen Chatschanow in drei Sätzen.

Zverev trifft auf Lieblingsgegner

Alexander Zverev könnte erst in einem möglichen Finale auf den in Melbourne inzwischen seit 32 Spielen ungeschlagenen Djokovic treffen. Der Olympiasieger bekommt es im Achtelfinale an diesem Montag (6.00 Uhr MEZ/Eurosport) aber zunächst mit einem seiner Lieblingsgegner zu tun. 4:0-Siege, 8:0-Sätze - besser könnte die Bilanz gegen den Briten Cameron Norrie nicht sein. Dennoch erwartet Zverev keine leichte Aufgabe. «Klar ist es schön, mit so einer Bilanz ins Spiel zu gehen. Aber trotzdem muss ich das natürlich total ernst nehmen», sagte Zverev.

Bei den Damen eilen Titelverteidigerin Aryna Sabalenka und US-Open-Champion Coco Gauff weiter durch das Turnier. Die Weltranglisten-Zweite Sabalenka aus Belarus gewann gegen Amanda Anisimova aus den USA mit 6:3, 6:2 und erreichte damit ebenso mühelos das Viertelfinale wie Gauff. Die 19 Jahre alte Amerikanerin deklassierte die Polin Magdalena Frech mühelos mit 6:1, 6:2.

Im Fokus bei den Damen stehen in diesem Jahr aber vor allem die Spielerinnen aus der Ukraine. In Jelina Switolina, Dajana Jastremska und Marta Kostjuk erreichten gleich drei Damen aus dem kriegsgebeutelten Land das Achtelfinale. Kostjuk schaffte am Sonntag sogar erstmals bei einem der vier Grand-Slam-Turniere den Sprung ins Viertelfinale. Die 21-Jährige gewann gegen die Russin Maria Timofeewa klar mit 6:2, 6:1.

Wie seit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine vor nun fast zwei Jahren üblich, verweigerte sie danach den Handschlag am Netz. «Ich kann immer noch nicht verstehen, was all diese Spielerinnen und Spieler hier machen», hatte sie bereits zuvor mit Blick auf die Profis aus Russland gesagt. Ihre Erfolge und die ihrer Landsfrauen machen sie daher ganz besonders stolz. «Das zeigt, wie stark die Menschen in der Ukraine sind», sagte Kostjuk.

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