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Fall Peng Shuai DTB-Präsident: Rückkehr nach China nicht nur negativ

Dietloff von Arnim ist der Präsident des Deutschen Tennis Bundes (DTB).

Dietloff von Arnim ist der Präsident des Deutschen Tennis Bundes (DTB).

Sven Hoppe/dpa

Berlin (dpa) - Dietloff von Arnim sieht die Rückkehr der WTA-Tour nach China nicht nur negativ. Die Organisation der Profi-Tennisspielerinnen sei nicht nur für eine Spielerin verantwortlich, «sondern für mehr als 1200. Die wollen Turniere spielen. Und denen nimmt die WTA in China die Möglichkeit dazu», sagte der Präsident des Deutschen Tennis Bundes im «Spiegel»-Interview.

Es gebe deswegen innerhalb der Familie der WTA aber sehr unterschiedliche Meinungen. «Darum tun sich auch alle Spielerinnen mit Statements irre schwer, obwohl sie sicher alle auf der Seite von Peng Shuai sind.»

Der Fall Peng Shuai

Am 2. November 2021 hatte Peng Shuai im chinesischen Kurznachrichtendienst Weibo in einem Post, deren Echtheit die dpa nicht verifizieren konnte, von einer langjährigen Beziehung mit einem verheirateten, um Jahrzehnte älteren Politiker gesprochen. Auch von mindestens einem ungewollten sexuellen Übergriff war die Rede. Wenig später war sie für längere Zeit verschwunden, auch jetzt ist unklar, wie es ihr geht. Deswegen traf die WTA vor knapp eineinhalb Jahren die Entscheidung, bis zur Aufklärung des Falls keine Turniere mehr in China auszutragen.

Im Herbst werden die Stars um die polnische Weltranglistenerste Iga Swiatek nun aber wieder in China zu Gast sein. Die WTA begründete ihre Entscheidung damit, dass der Boykott keine Änderung an der Haltung in China ausgelöst habe. Der Boykott sei aber ein starkes Zeichen gewesen, sagte von Arnim: «Ich hätte mir aber gewünscht, dass es dann eine konzertierte Aktion im Tennis gewesen wäre, also mit der Männer-Tour ATP und dem internationalen Weltverband.»

Hochdotierte Turniere in China

Vor dem Fall Peng Shuai war die Bedeutung des chinesischen Geschäftsfeldes im Tennis enorm. Einem Bericht der «Sports Illustrated» zufolge bringt China der WTA mindestens ein Drittel der Erträge ein. «Irgendwann ist in der WTA ein großer Teil der Turniere nach China gegangen, weil das Angebot gestimmt hat. Auch für die Spielerinnen, von denen viele ab Ranglistenplatz 200 kaum genug Geld für die Tour haben», sagte von Arnim. Deswegen seien Spielerinnen nicht begeistert, sich zu dem Thema Peng Shuai und China zu äußern. «Wenn Sie die vorherrschende Meinung der Athleten hören wollen, die ist folgende: Leute, wir spielen da, wo es das meiste oder besser - genug Geld gibt», sagte von Arnim.

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