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Meisterfrage Wie immer? Mehrheit der Clubs setzt wieder auf die Bayern

Spielerinnen und Spieler von Bayern München jubeln auf dem Rathaus-Balkon.

Spielerinnen und Spieler von Bayern München jubeln auf dem Rathaus-Balkon.

Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Frankfurt/Main (dpa) - Der Wunsch nach einer Wachablösung ist groß. Der Glaube an einen Sturz des Dauer-Meisters FC Bayern München hält sich nach dem Engagement von Stürmerstar Harry Kane aber in noch engeren Grenzen.

In einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur vor dem Start der neuen Saison haben 13 der 17 Konkurrenten in der Fußball-Bundesliga die Münchener - vor ihrer Supercup-Schlappe gegen RB Leipzig (0:3) - zum großen Favoriten erklärt. Vier Vereine gaben keinen Meistertipp ab. 

«Wie die vergangene Saison gezeigt hat, können sich die Bayern eigentlich nur selbst stoppen», meinte Freiburgs Sportvorstand Jochen Saier. In der vergangenen Saison hatten die Münchener erst am letzten Spieltag Borussia Dortmund noch den Titel abgejagt und die Erfolgsserie auf elf Meisterschaften in Folge ausgebaut. 

Deshalb ist der Branchenprimus für Max Eberl auch «automatisch Topfavorit in der Bundesliga», sagte Leipzigs Sportchef. Der Tabellendritte müsse sich nach einem größeren personellen Umbruch zwar «neu sortieren». Klar sei aber auch: «Wir bleiben ambitioniert und hungrig.» 

Union tippt anders

Während Eberl «mittelfristig den Abstand zu den Bayern reduzieren» will, hält Oliver Ruhnert, Geschäftsführer vom 1. FC Union Berlin, nicht nur die Sachsen in der 61. Saison reif für den Titel: «Zur Überraschung aller» werde Bayer Leverkusen oder RB Leipzig Meister. Auch Borussia Dortmund könne die Bayern stoppen, «vielleicht sogar» Eintracht Frankfurt. Für Hoffenheim-Coach Pellegrino Matarazzo täte «eine Wachablösung» im Titelrennen der Liga gut. 

«Es hilft allen, wenn der Kampf um die Meisterschaft spannend ist. Das müssen wir alle versuchen», meinte Bayer-Sportchef Simon Rolfes. «Aber die Bayern machen es einem nicht ganz so einfach.» Die Münchener würden immer als klarer Favorit in die Saison gehen, daran werde sich in den nächsten Jahren nichts ändern. Der wirtschaftliche Abstand sei riesengroß und «nicht so gut». Wer sonst kann sich für 100 Millionen Euro Harry Kane und für ungefähr die Hälfte dieser Summe noch den südkoreanischen Verteidiger Min-Jae Kim leisten? 

Auch angesichts dieser neuen sportlichen Qualität im Kader sei es «noch schwieriger geworden», den FC Bayern München zu stoppen, sagte Frank Schmidt, Trainer von Aufsteiger 1. FC Heidenheim. Da kaum einer daran glaubt, dem Rekordmeister den Weg zum 34. Titel verstellen zu können, hofft man bei den Liga-Rivalen, dass es keinen Start-Ziel-Sieg und Alleingang der Bayern geben wird. «Ich würde mich für die Liga und alle Fans erneut über ein enges Meisterschaftsrennen freuen», sagte Augsburgs Chefcoach Enrico Maßen.

Münchens Cheftrainer Thomas Tuchel war zwar nach der Supercup-Pleite zornig und ratlos angesichts des enttäuschenden Auftritts, hatte zuvor aber schon eine klare Kampfansage gemacht: «Unsere Ziele sind ganz klar. Wir spielen um den Titel, wir wollen Meister werden. Wir wollen Pokalsieger werden. Und wir wollen in der Champions League weit kommen.»

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