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Pferdesport Emotionaler Abschied für Beerbaum und andere Reiter

Beendet seine aktive Karriere: Ludger Beerbaum.

Beendet seine aktive Karriere: Ludger Beerbaum.

Uwe Anspach/dpa

Aachen (dpa) - Die Gefühle übermannten Ludger Beerbaum. Bei der Verkündung des Endes seiner Karriere bekam der Springreiter feuchte Augen.

«Ich bin da rumgetrieben und rumgelaufen», sagte der erfolgreichste lebende Springreiter zu seinem Ringen um eine Entscheidung. «Ich habe gedacht, wenn ich das noch halbwegs hinkriege diese Woche und zeigen kann, dass es halbwegs geht, dann ist es der richtige Zeitpunkt.»

Viele Weggefährten schwärmten von Beerbaum, der im Alter von 59 Jahren am Sonntag beim Ende des CHIO in Aachen seinen Rücktritt verkündete. «Ich habe es seit ein paar Wochen geahnt», sagte Marcus Ehning, der den Großen Preis von Aachen zum dritten Mal gewann - genauso oft wie Beerbaum. «Ich freue mich wahnsinnig für ihn, dass er hier in Aachen noch solche Runden gedreht hat und gezeigt hat, was er für ein Mann ist.» Beerbaum habe «sehr große Bedeutung für mich und für den deutschen Reitsport». Er sei am Anfang der Karriere «ein großer Rückhalt» gewesen, betonte Ehning.

«Viele Höhen und Tiefen zusammen gehabt»

«Ich habe es mir fast gedacht», sagte der mit den Tränen ringende Bundestrainer Otto Becker, der mit Beerbaum zusammen Medaillen gewann und auch manches Mal stritt. «Es geht eine Ära zu Ende.» Der ehemalige Weltklasse-Reiter fügte an: «Wir haben viele Höhen und Tiefen zusammen gehabt. Das ist ein emotionaler Moment.»

Beim Großen Preis am Sonntag belegte Beerbaum zum Abschluss mit der Stute Mila nach einem Fehler am Wassergraben Rang 25 - dann gab er vor dem Aachener Publikum seinen Rücktritt vom großen Sport bekannt. Der viermalige Olympiasieger ist der weltweit erfolgreichste Springreiter nach dem 2018 gestorbenen Hans Günter Winkler. 

Sieger des CHIO wurde Ehning. Der 49-Jährige setzte sich vor 40.000 Zuschauern im Sattel von Stargold durch. Im Stechen der mit 1,5 Millionen Euro dotierten Prüfung zeigten der Reiter aus Borken und sein Pferd den schnellsten fehlerfreien Ritt und verdrängten Daniel Deußer und Killer Queen auf den zweiten Platz. 

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