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Tennis Swiatek wendet Wimbledon-Aus ab - Emotionaler Switolina-Sieg

Sprachlos: Jelina Switolina feierte einen emotionalen Sieg.

Sprachlos: Jelina Switolina feierte einen emotionalen Sieg.

Alastair Grant/AP/dpa

London (dpa) - Jahrelang wurde in Wimbledon am mittleren Turniersonntag kein Tennis gespielt. Erst im vergangenen Jahr brachen die Veranstalter mit der Tradition.

Eine Entscheidung, die sich in diesem Jahr ausgezahlt hat. Denn der Sonntag hatte spektakuläre Matches zu bieten - vor allem bei den Damen.

Dort konnte die Weltranglisten-Erste Iga Swiatek ein Aus im Achtelfinale nur mit sehr viel Mühe abwenden. Die 22 Jahre alte Polin setzte sich in London nach hartem Kampf gegen die Schweizerin Belinda Benic mit 6:7 (4:7), 7:6 (7:2), 6:3 durch. Dabei musste die sonst so souveräne French-Open-Siegerin im zweiten Satz sogar zwei Matchbälle der Olympiasiegerin abwehren. Swiatek verwandelte nach 3:02 Stunden ihren ersten Matchball. Die viermalige Grand-Slam-Turnier-Siegerin steht damit in Wimbledon erstmals im Viertelfinale.

«Habe diesen Sieg gebraucht»

«Ich weiß nicht, ob ich in meiner Karriere schon einmal einen Matchball abgewehrt und dann noch gewonnen habe», sagte Swiatek. «Ich glaube, ich habe diesen Sieg gebraucht, um mich auf diesem Belag etwas wohler zu fühlen.»

Im Viertelfinale bekommt es Swiatek am Dienstag mit Jelina Switolina zu tun. Die Ukrainerin rang Viktoria Asarenka aus Belarus in einem hochklassigen Match mit 2:6, 6:4, 7:6 (11:9) nieder. Nach 2:46 Stunden verwandelte Switolina unter dem Jubel der Zuschauer ihren zweiten Matchball. Auf den im Tennis obligatorischen Handshake verzichtete die 28-Jährige danach. Wegen des russischen Angriffskrieges auf ihre Heimat weigert sich Switolina, Spielerinnen aus Russland und Belarus die Hand zu geben.

«Nach der Geburt meines Kindes ist das der glücklichste Moment in meinem Leben», sagte Switolina. Die Ukrainerin ist mit dem französischen Profi Gael Monfils verheiratet. Das Paar hat eine Tochter. «Ich weiß, was dieser Moment für meine Leute in der Ukraine bedeutet. Es sind schwere Zeiten in der Ukraine, und ich kann hier spielen. Das ist unbeschreiblich.»

16-jährige Andrejewa im Achtelfinale

Zuvor hatte ausgerechnet eine Russin für positive Schlagzeilen gesorgt. Die erst 16 Jahre alte Mirra Andrejewa setzte sich beim Rasen-Klassiker gegen ihre an Nummer 22 gesetzte Landsfrau Anastasia Potapowa mit 6:2, 7:5 durch und steht damit bei ihrer Premiere in London auf Anhieb im Achtelfinale. Dort trifft sie an diesem Montag auf die Amerikanerin Madison Keys.

«Es fühlt sich unglaublich an», sagte Andrejewa. Ihr erstes Grand-Slam-Turnier hatte sie vor einigen Wochen bei den French Open in Paris gespielt, wo sie gleich die dritte Runde erreicht hatte. Gegen Potapowa machte sie im zweiten Satz einen 1:4-Rückstand wett und wehrte beim Stand von 4:5 sogar zwei Satzbälle ab. «Auf dem Platz konnte ich keine Emotionen zeigen. Ich war nach jedem Ballwechsel aus der Puste», sagte Andrejewa.

Bei den Herren schaffte Andrej Rubljow erstmals in Wimbledon den Sprung ins Viertelfinale. Der 25-Jährige bezwang Alexander Bublik aus Kasachstan in einem packenden Match mit 7:5, 6:3, 6:7 (6:8), 6:7 (5:7), 6:4. Beim Stand von 5:4 im vierten Satz hatte er zuvor bereits zwei Matchbälle vergeben. Zuletzt hatten sich Rubljow und Bublik vor zwei Wochen im Finale von Halle gegenübergestanden. Da hatte Bublik in drei Sätzen gewonnen.

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