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Übergriffiges Verhalten Spanische Regierung stellt sich gegen Fußball-Boss Rubiales

Spaniens geschäftsführende Vize-Regierungschefin und Ministerin für den ökologischen Wandel, Teresa Ribera

Spaniens geschäftsführende Vize-Regierungschefin und Ministerin für den ökologischen Wandel, Teresa Ribera

Šulová Kateøina/CTK/dpa

Madrid (dpa) - Nach dem verweigerten Rücktritt von Luis Rubiales bleibt der Druck auf den spanischen Fußball-Verbandschef enorm hoch. «Logischerweise werden wir alles in unserer Macht Stehende tun, damit dieser Herr, den man kaum als würdigen Vertreter des spanischen Fußballs bezeichnen kann, nicht länger an der Spitze des spanischen Fußballs steht», sagte Spaniens geschäftsführende Vize-Regierungschefin und Ministerin für den ökologischen Wandel, Teresa Ribera, der Nachrichtenagentur Europa Press. Die Regierung werde alles tun, was «in ihrer Macht steht», damit Rubiales sein Amt aufgibt oder verliert. 

Rubiales verweigert Rücktritt

Rubiales hatte am vergangenen Sonntag bei der Siegerehrung der spanischen Fußball-Weltmeisterinnen in Australien die Spielerin Jennifer Hermoso ungefragt auf den Mund geküsst. Der Funktionär war anschließend stark unter Druck geraten, viele hatten in Spanien einen Rücktritt gefordert.

Der 46-Jährige verweigerte diesen Schritt am Freitag jedoch überraschend. «Angesichts seiner Reaktionen und seines Verhaltens, das wir im Fernsehen und auf Fotos gesehen haben, scheint dieser Herr nicht den notwendigen Respekt und Verantwortung zu haben», sagte Ribera. In der spanischen Gesellschaft und westlichen Ländern hätte das Verhalten «enorme Besorgnis und Empörung ausgelöst», sagte sie.

CSD-Chef: «Hätte sich entschuldigen müssen»

Die oberste spanische Sportbehörde CSD beantragte beim nationalen Sportgerichtshof Tad derweil die Suspendierung von Rubiales. «Herr Rubiales hat in seiner Reaktion enttäuscht, er hat nicht getan, was er hätte tun sollen», sagte CSD-Chef Víctor Francos im Hinblick auf die Rede des höchsten Funktionärs des spanischen Fußballs. «Die Generalversammlung des Fußballverbandes hat die Lage, in die sie uns selbst gebracht hat, nicht etwa entschärft, sondern die Kontroverse sogar noch angeheizt», sagte Francos. «Anstatt anzugreifen, hätte er sich entschuldigen müssen», warf Francos Rubiales vor.

In seiner von Politikern und Sportlern in Spanien heftig kritisierten Rede hatte sich Rubiales am Freitag bei einer Krisensitzung des Fußballverbandes als Opfer einer Hetzjagd inszeniert. Francos entschuldigte sich derweil bei den spanischen Weltmeisterinnen, die nicht so im Rampenlicht standen, wie sie das nach ihrem Triumph in Sydney verdient hätten. «Sie haben andere Dinge verdient. Wir müssen wieder feiern, um zu lächeln und stolz auf das zu sein, was sie erreicht haben», sagte Francos.

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