Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Vorfall in Kentucky Dehnübungen in der Zelle: Schefflers chaotischer Golf-Tag

Scottie Scheffler gab nach der zweiten Runde der PGA Championship Auskunft über den Vorfall mit der Polizei.

Scottie Scheffler gab nach der zweiten Runde der PGA Championship Auskunft über den Vorfall mit der Polizei.

Matt York/AP

Louisville (dpa) - Die Vorbereitung auf die zweite Runde bei der PGA Championship begann für den derzeit besten Golfer der Welt mit Dehnübungen in einer Gefängniszelle in Louisville im US-Bundesstaat Kentucky. «Mir schwirrt immer noch der Kopf», gestand Scottie Scheffler, als er am Freitagabend auf der Pressekonferenz versuchte, die Geschehnisse eines chaotischen Tages einzuordnen.

Der 27-Jährige aus Texas war am frühen Freitagmorgen vor dem Beginn der zweiten Turnierrunde vorübergehend in Gewahrsam genommen worden. Er soll den Anweisungen der Polizei nicht Folge geleistet haben, die einen tödlichen Verkehrsunfall mit einem Fußgänger vor dem Valhalla Golf Club untersuchte. Scheffler hatte versucht, mit seinem Auto einen Stau zu umfahren. Dabei soll er einen Polizisten leicht am Handgelenk verletzt haben. Der Weltranglistenerste wurde daraufhin in Handschellen in ein Polizeiauto gesetzt und zu einer Polizeistation gebracht. Scheffler wurde erkennungsdienstlich behandelt - auch Fingerabdrücke wurden von ihm genommen und ein Polizeifoto gemacht.

Scheffler: «Habe am ganzen Körper gezittert»

Scheffler erklärte später auf der Pressekonferenz, der ganze Vorfall sei eine «chaotische Situation» gewesen und er habe nie vorgehabt, die Anweisungen der Polizei zu missachten. Es sei ein «großes Missverständnis». Den Angehörigen des Unfallopfers sprach er sein Mitgefühl aus: «Ich kann mir nicht vorstellen, was sie durchmachen. Ich fühle mit ihnen.»

Auf der Fahrt zur Polizeistation sei er «total geschockt» gewesen und hätte am ganzen Körper gezittert. «In der Gefängniszelle habe ich einige Zeit mit Dehnübungen verbracht. Das war für mich das erste Mal», sagte Scheffler. «Ich saß einfach da und wartete und begann mit meinem Aufwärmtraining. Ich hatte das Gefühl, dass es eine Chance gab, dass ich noch hier herauskommen und spielen könnte. Ich begann mit meiner Routine und versuchte, meinen Puls so weit wie möglich zu senken.»

Einige Stunden später war Scheffler wieder zurück im Valhalla Golf Club und trat zur zweiten Runde an. Die kurzzeitige Festnahme wirkte sich nicht negativ auf sein Golfspiel aus. Er beendete den zweiten Tag mit einer starken 66er-Runde und liegt mit 133 Schlägen auf dem geteilten vierten Platz. Der zweimalige Masters-Sieger hat zur Halbzeit mit nur drei Schlägen Rückstand auf den Führenden Xander Schauffele (130) weiter gute Chancen auf seinen dritten Triumph bei einem Major-Turnier.

Debakel für Tiger Woods

Das sportliche Geschehen rückte angesichts des Vorfalls im Valhalla Golf Club in den Hintergrund. Nach dem zweiten Tag führt Schauffele vor seinen US-Landsleuten Collin Morikawa (131) und Sahith Theegala (132). Scheffler teilt sich den vierten Platz mit den US-Profis Bryson DeChambeau und Mark Hubbard sowie dem Belgier Thomas Detry (alle 133).

Der Deutsche Martin Kaymer, der sonst auf der konkurrierenden und von Saudi-Arabien finanzierten LIV-Tour spielt, fiel nach einer 72er-Runde und insgesamt 140 Schlägen vom 18. auf den 51. Platz zurück. Der gebürtige Münchner Stephan Jäger (141) liegt auf dem 67. Rang. Einen desaströsen Tag auf dem Golfplatz erlebte der 48 Jahre alte Superstar Tiger Woods. Der 15-malige Major-Champion aus Kalifornien spielte nur eine 77er-Runde und schied mit insgesamt 149 Schlägen vorzeitig aus.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Hoffen auf reges Interesse für die Schmetterlingswochen: Landschaftsökologe Felix Närmann (l.) und Thorsten Kuchta von der Geschäftsstelle Masterplan Ems 2050.

SCHMETTERLINGSWOCHEN IN MOORMERLAND Forschungen förderten eine große Vielfalt an Faltern zutage

Axel Pries
Moormerland
Fordert Verbesserungen für die Opfer des SED-Regimes: Evelyn Zupke (62), frühere Bürgerrechtlerin und SED-Opferbeauftragte beim Deutschen Bundestag

STREIT UM ANGEKÜNDIGTE VERBESSERUNGEN Warum SED-Opfer der Bundesregierung „Wortbruch“ vorwerfen

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Der Klosterpark Oestringfelde ist sozusagen die „grüne Lunge“ von Schortens und beliebtes Ausflugsziel. Dort stehen unter anderem mehrere alte Eiben.

FÖRDERMITTEL FÜR KLOSTERPARK Juwel der Stadt Schortens soll mit 1,387 Millionen Euro weiterentwickelt werden

Jeversches Wochenblatt
Schortens
„Darüber müssen wir nochmal reden“
Pro-palästinensische Proteste vor der US-Botschaft in Jakarta (Indonesien): Im Hintergrund ist das KI-generierte Bild „all eyes on Rafah“ zu sehen. Dieses geht zurzeit in den „sozialen Medien“ viral.

KOLUMNE ZU „ALL EYES ON RAFAH“-KI-BILD Erst recherchieren, dann teilen

Luise Charlotte Bauer
Der ehemalige Geschäftsführer des Klinikums Wilhelmshaven, Reinhold Keil.

PROZESS GEGEN WILHELMSHAVENS EX-KLINIKUMS-GESCHÄFTSFÜHRER Fehlende Qualifikation bei Bewerbung nicht überprüft

Lutz Rector
Wilhelmshaven