Al-Rajjan (dpa) - In den Schlussminuten des packenden WM-Krimis fühlte sich Japans Nationaltrainer Hajime Moriyasu an 1993 erinnert. Damals lief der heutige Coach als Mittelfeldspieler auf und das Nationalteam vergab im Oktober gegen Außenseiter Irak in Doha in letzter Minute die erstmalige WM-Qualifikation.

«Eine Minute vor dem Ende des Spanien-Spiels habe ich mich an das Drama von Doha erinnert, aber genau in diesem Moment waren meine Spieler so aggressiv, dass ich dachte: Die Zeiten haben sich geändert», sagte Moriyasu, dessen Team die WM-Gruppe E als Sieger vor Spanien und Deutschland abschloss, am Donnerstagabend.

Japan verpasste bei dem Spiel, das wahlweise als «Drama von Doha» oder «Wunder von Doha» in die Geschichte eingegangen ist, die Qualifikation für das Turnier 1994 und war erst vier Jahre später erstmals bei einer WM dabei. Nun steht wie 2018 der Achtelfinal-Einzug und die Chance, zum ersten Mal die Runde der letzten Acht zu erreichen. «Diese Spieler spielen in einem neuen Zeitalter. Das ist ein neuer Fußball, das habe ich gefühlt», sagte ein sichtlich stolzer Moriyasu. Japan hat in der WM-Vorrunde sowohl Spanien als auch Deutschland mit 2:1 besiegt. Im Achtelfinale geht es am Montag (16.00 Uhr) gegen Vize-Weltmeister Kroatien.

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