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NWZonline.de Sport

108 Millionen Minus bei Fifa – dickes Gehalt für Blatter

18.03.2016

Zürich Der Fußballweltverband Fifa hat im von einem Korruptionsskandal geprägten Jahr 2015 einen Verlust von 122 Millionen Dollar (108 Millionen Euro) erwirtschaftet. Die Gesamteinnahmen der Fifa betrugen im vergangenen Jahr trotz ihrer Krise 1,152 Milliarden Dollar, wie der Verband am Donnerstag mitteilte. Dem standen Ausgaben von 1,274 Milliarden Dollar gegenüber, darunter 61,5 Millionen Dollar für „rechtliche Angelegenheiten“. Im Jahr zuvor hatte die Fifa noch 140,7 Millionen Dollar Gewinn gemacht.

Der Verlust - der erste für die Fifa seit 2002 - war erwartet worden, nachdem es dem Verband nicht gelungen war, neue WM-Sponsoren zu gewinnen. Trotz ihres Milliardenumsatzes zahlte der Weltverband nur 3,85 Millionen Dollar Steuern, zum größten Teil für die Profite von Tochterunternehmen.

Die Fifa gab zudem bekannt, die Mitglieder der Führungsebene 2015 mit 27,9 Millionen Dollar vergütet zu haben. Im Jahr zuvor waren es noch 39,7 Millionen Dollar gewesen. Das Jahresgehalt des im Oktober suspendierten Ex-Fifa-Präsidenten Sepp Blatter wurde mit 3,76 Millionen Dollar angegeben. Dazu gehörten drei Millionen Dollar Grundgehalt und eine „variable Entschädigung“ von 450 000 Dollar für 40 Jahre Mitarbeit im Fußballweltverband. Einen Leistungsbonus habe Blatter aber nicht erhalten, hieß es.

Die Mitglieder des Fifa-Exekutivkomitees hätten je 300 000 Dollar erhalten, erklärte die Fifa weiter. Der mittlerweile entlassene Fifa-Generalsekretär Jérome Valcke bekam demnach 2,2 Millionen Dollar Jahresgehalt für 2015.

Die Schweizer Staatsanwaltschaft erklärte, sie habe ein Ermittlungsverfahren gegen Valcke wegen Verdachts der mehrfachen „ungetreuen Geschäftsbesorgung“ sowie weiterer Delikte aufgenommen. Der Schritt sei nach zwei Strafanzeigen erfolgt. Valcke war seit 2007 Fifa Generalsekretär. Er wurde im Januar entlassen und im Februar für zwölf Jahre von allen Ämtern gesperrt. Ihm wird vorgeworfen, Beweismittel vernichtet zu haben.

Blatters Nachfolger Gianni Infantino sagte, die Fifa habe Reformen eingeleitet und das Ruder herumgerissen. Sie werde stärker sein als je zuvor. Die Fifa hat beschlossen, Infantinos Gehalt erst bei Veröffentlichung der Zahlen für 2016 bekannt zu geben. Es soll jedoch geringer sein als das Blatters und auch niedriger als die Vergütung für einen noch zu benennenden Generalsekretär, der große Entscheidungsvollmachten erhalten soll.

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Fifa | Staatsanwaltschaft Zürich

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