Vechta - Riesenüberraschung in Vechta: Der erst 17-jährige Michael Härtel (Dingolfing) hat am Sonnabend den Langbahn-Grand-Prix 3 vor dem Briten Richard Hall und Erik Riss aus Bad Wurzach gewonnen. Riss führt in der Weltmeisterschaft jetzt mit zwei Punkten Vorsprung vor dem Niederländer Jannick de Jong. Der entscheidende und letzte GP findet am kommenden Wochenende in Morizes (Frankreich) statt.
Die Semifinalläufe und das Finale konnten in Vechta allerdings nicht mehr gefahren werden, da Regenfälle die Sandbahn im Reiterwaldstadion unter Wasser gesetzt hatten. Gegen 22.15 Uhr wurden die Rennen abgebrochen.
Bis dahin hatte Wildcard-Fahrer Michael Härtel nach den Vorläufen drei Siege und zwei zweite Plätze auf dem Zettel. Das reichte dem Jungspund aus Bayern für den Sieg im Langbahn Grand Prix Nummer 3 und zu Platz sechs im Gesamtklassement, denn nach der Auslosung der beiden Semifinals ging gar nichts mehr. Der große Regen hatte eingesetzt und die Sandbahn gefährlich glitschig werden lassen. Da aber mehr als die Hälfte der Läufe gefahren war, konnte das Ergebnis für die WM gewertet werden.
Der veranstaltende AC Vechta hatte zu Beginn angesichts der Wettervorhersage klug entschieden, zuerst neun Wertungsläufe der Langbahn-WM konsequent durchzuziehen und das Rahmenprogramm mit den Gespannen auf später zu verschieben.
Weniger klug aber war, gleich sechs Gespanne auf dieser schnellen Bahn und noch dazu am Abend bei mäßigem Flutlicht zuzulassen. Zweimal krachte es dann bei den Dreirädern ordentlich, Ärzte und Sanitäter waren im Einsatz. Danach fiel auch noch das Flutlicht aus und setzte das Stadion in komplette Dunkelheit. Als es wieder hell wurde, konnte der Gespannlauf wiederholt werden. Erst danach erfolgte die Auslosung für die Semifinals. Doch dann kam der große Regen und das Aus. Bis dahin aber wurde den mehr als 6000 Zuschauern Langbahnsport vom Feinsten geboten.
Schon am Nachmittag wurde bei besten Witterungsverhältnissen das WM-Finale bei den Junioren C (250 ccm) ausgetragen. Der Däne Mads Hansen siegte vor Gaetan Stella (Frankreich) und Niels Oliver Wessel vom MSC Schwarme. Lokalmatador Lukas Fienhage hatte großes Pech. Der Lohner hatte an seinem 16. Geburtstag seine ersten beiden Vorläufe gewonnen, fiel aber danach zweimal wegen eines streikenden Motors aus und erreichte nur Platz zehn. „Ich bin so enttäuscht“, klagte Fienhage, „es sind so viele Bekannte von mir da und dann läuft nichts.“
