Jever - Jever ist stolz auf seine Kinderfeuerwehr. So freut sich Stadtbrandmeister Olaf Rieken über die Entwicklung dieser jüngsten starken „Nachwuchs-Löschtruppe“. Bürgermeister Jan Edo Albers würdigte die Kinderfeuerwehr bei der Jahreshauptversammlung als besondere Form der Freizeiteinrichtung. Es gelte, die Kinder „bei der Stange zu halten“.

Im Juni besteht die Kindergruppe bei der Ortswehr Jever drei Jahre. Die Idee, den Nachwuchs noch früher für die Feuerwehr zu gewinnen, ist aufgegangen, sagte Kinderfeuerwehrwartin Saskia Reger. Sie konnte fünf Jungen an die Jugendfeuerwehr abgegeben. Zurzeit besteht die 18-köpfige Gruppe nur aus Jungen – Mädchen sind gefragt, sagte sie.

Das Interesse an den feuerroten Autos und am Thema Feuerwehr ist bei den Sechs- bis Zehnjährigen enorm. In den Gruppenstunden werden sie spielerisch auf den Dienst in der Jugendwehr und auf Nächstenhilfe vorbereitet. Dafür leisteten die 18 Kinder 771,50 Stunden mit Brandschutz- und Verkehrserziehung, Erste Hilfe, Spiel, Sport und Basteln.

„Natürlich geht es nicht darum, die Kinder schon in die komplexe Feuerwehrtechnik einzuführen“, so Betreuer Oliver Kässens. Zweimal im Monat, dienstags ab 16 Uhr, trifft sich die Kinderfeuerwehr in der jeverschen Feuerwache an der Milchstraße. Für die Kinderwehr werden weitere Betreuer gesucht.

Ganz wichtig 2015 war das Üben für das 1. und 3. „Flämmchen“, mit dem die Kinder ihre Fähigkeiten zeigen. Anerkennende Worte an die Jungs der Kinderfeuerwehr richteten Stadtjugendfeuerwehrwart Helmut Stratmann, Kreisjugendfeuerwehrwart Karl Adden und Franz Polter vom Förderverein. Karl Adden lud zum Sport- und Spielfest der drei friesländischen Kinderfeuerwehren in Hohenkirchen ein.