Cloppenburg - 20 Punkte hält Theo Niehaus, Trainer des Frauenhandball-Oberligisten TV Cloppenburg, für die erste Hürde, die es gilt, möglichst schnell zu überspringen. Danach könne in aller Ruhe die Weiterentwicklung seiner Mannschaft noch stärker vorangetrieben werden, ohne in Abstiegsgefahr zu geraten.

„Ich habe keine Bedenken, diesmal schnell diese Marke zu packen, wenn wir nicht vom Verletzungspech heimgesucht werden“, sagt der Trainer und denkt dabei an die Ausfälle von Tatjana Hofmann und Wiebke Neelen, zwei Schlüsselspielerinnen, deren Ausfälle die Mannschaft vergangene Saison auf eine harte Probe gestellt habe.

Prüfung aber bestanden und sich weiter Schritt für Schritt verbessert, was in Zahlen 19:33 im ersten und 20:32 Punkte im zweiten Jahr unter Niehaus zeigt. Nun 21:31 Punkte als Bilanz in seinem dritten Jahr als Trainer? Mehr sollte es schon sein, so der Trainer, der auf einen breit aufgestellten Kader und eine gute Mischung aus erfahrenen Spielerinnen und jungen, ehrgeizigen Kräften verweist.

Schon in der Vorbereitung war angesichts der sehr hohen Trainingsbeteiligung zu spüren, dass die Mannschaft einiges mehr erreichen will. Mit Kerstin Meyer kam eine sehr erfahrene Spielerin hinzu, die zu Oberligazeiten beim SV Höltinghausen aktiv war, sich 2011 beim SV Höltinghausen nach dem Aufstieg in die Landesliga zurückzog und zuletzt beim SV Cappeln aktiv war.

Mit 35 Jahren hat sie nochmals der Ehrgeiz gepackt, sie sei topfit und bestens im Team eingebunden, wie Niehaus betonte. So werden die jüngeren Spielerinnen von ihrer Erfahrung profitieren können, und sie dürfte auch ein Vorbild sein für die jungen Neuzugänge. Mit Lena Büssing von Oberligisten TV Dinklage (A-Jugend) und mit Lea Hillmer, Torjägerin des Weser-Ems-Ligisten (künftig Landesklasse genannt) TSG Hatten/Sandkrug, kommen Kräfte, die am 5. September (Lea) und am 9. September (Lena) 19 Jahre alt werden. „Sie sind ehrgeizig und lernwillig, kommen in ein gefestigtes Mannschaftsgefüge“, sieht Niehaus für sie gute Entwicklungsmöglichkeiten.

Auch die spielerische Entwicklung stand im Blickpunkt der Vorbereitungsphase, wobei vor allem die Festigung der 5:1-Deckung neben der bewährten 6:0-Formation wichtig war. So werde der TVC flexibler auf die Gegner reagieren können. Ob auch einmal die wesentlich aggressivere 3;2:1-Variante zum Einsatz komme, dürfte ein Projekt für die Zukunft sein – wie gesagt: Erst muss die 20-Punkte-Marke geknackt werden. Kräftig dabei mithelfen werden auch die Torhüterinnen, wobei die Jüngste, Lena Backhaus, mit einem Doppelspielrecht für die A-Jugend des BV Garrel ausgestattet ist, um mehr Spielpraxis zu bekommen. Denn Marina Laeseke und Katja Kröger sind gesetzt. Auch für sie geht es dann an diesem Sonnabend los mit der Heimpartie gegen den TV Oyten II um 19.30 Uhr.