Hude - Mit dem Rad von Hude nach Rom – so lautete das Ziel. 16 Fahrtage, insgesamt 2250 Kilometer, 138 Stunden im Sattel und 14 800 Höhenmeter später sitzt Wolfgang Denker in einem italienischen Eiscafé in Hude. Standesgemäß ist er mit dem Rennrad vorgefahren.
„Wir hatten insgesamt vier Pannen“, erzählt der 48-Jährige. Die Hintergründe dafür seien nicht bekannt. „Wahrscheinlich technische Mängel.“ Rund 130 bis 180 Kilometer fuhren er und sein Begleiter Josef Stiller pro Tag.
„Am schönsten war es in der italienischen Schweiz“, erinnert er sich an tolle Aussichten. Und auch die Unterkünfte waren einfach vor Ort zu buchen. Doch lange hielten sich die beiden Radfahrer dort nicht auf: „Wir sind täglich von halb acht bis sechs Uhr abends gefahren – mit drei Pausen“, kommentiert Denker das Pensum. Abends füllten sie die Speicher mit Nudeln wieder auf.
Auch die Alpen ließ das Gespann bald hinter sich: Selbst der San-Bernardino-Pass in der Schweiz entpuppte sich als nicht „so schlimm wie gedacht“. „Das ist für jeden zu schaffen“, betonte der 48-Jährige. „Es ist eine Kopfsache.“
Nur einmal mussten die Radfahrer passen. „In der Toscana hat es einen Tag durchgeregnet, da sind wir 150 Kilometer mit dem Zug gefahren.“ Weil sich Denker und Stiller – vor allem in Italien – einige Male verfuhren landeten rund 100 Extra-Kilometer auf ihrem Konto. „Am vorletzten Tag sind wir 50 Kilometer in die falsche Richtung gefahren, nach Norden anstatt Süden“, sagt der Huder. Doch mithilfe von Italienern gelangten sie wieder auf die richtige Strecke. „Die haben immer sehr geholfen.“
Helfen wollen Stiller und Denker auch. 900 Euro haben sie gesammelt: „Die Spende kommt der Huder Tafel zugute“, sagt der 48-Jährige und übergibt den Scheck an Organisatorin Helga Gerdes: „Wir freuen uns über viele Grundnahrungsmittel wie Linsen, Nudeln und Reis.“
